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DDB und BAG Selbsthilfe wollen stärker kooperieren

Eine bessere Patientenvertretung im G-BA wird von beiden Seiten angestrebt

Der Vorsitzende des Deutschen Diabetiker Bundes, Dieter Möhler, und der Geschäftsführer der BAG Selbsthilfe, Dr. Martin Danner, haben anlässlich eines Gespräches in Düsseldorf vereinbart, zukünftig noch enger zusammen zu arbeiten.

Dieter Möhler und sein Stellvertreter Prof. Dr. Hermann von Lilienfeld-Toal machten nach der Neuwahl des DDB-Bundesvorstandes zusammen mit dem DDB-Geschäftsführer Manfred Flore einen Antrittsbesuch bei der BAG Selbsthilfe. In einem intensiven Meinungsaustausch mit Dr. Martin Danner ging es um Fragen der Besetzung des Gemeinsamen Bundesausschusses, in dessen Unterausschüssen Patientenvertreter ein Rede- und Antragsrecht haben. Gerade in letzter Zeit sei dabei der Deutsche Diabetiker Bund immer wieder gefordert gewesen, mögliche Nachteile von den Betroffenen abzuwenden.

Leider hat der Sachverstand der Patientenvertreter im G-BA zu wenig Gehör gefunden, so z. B. bei den Entscheidungen zu Insulinanaloga bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern. Für die Betroffenen sei es erfreulich, dass die Entscheidungen des G-BA durch Rabattverträge der Krankenkassen mit den Herstellern der Insulinanaloga abgemildert werden. Es kann nicht alleinige Intention des Gesetzgebers gewesen sein, dass Einsparzwänge auf dem Rücken der Patienten ausgetragen würden. Der DDB will durch die Benennung einer größeren Anzahl von Patientenvertretern in Kombination mit einer Vertretungsregelung für die oft kurzfristig angesetzten Sitzungen der Unterausschüsse des G-BA flexiblere Arbeitsbedingungen erreichen.

Die Diskussion um die AMG-Novelle und das Gen-Diagnostikgesetz wollen DDB und BAG Selbsthilfe ebenso abgestimmt begleiten wie ein mögliches und aus Sicht der Verbände notwendiges Patientenrechtegesetz, das auch versorgungsorientiert ist.

zuletzt bearbeitet: 09.04.2009 nach oben

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