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Lang wirksame Insulinanaloga:

Pressemitteilung: Novo Nordisk Pharma GmbH

Positive IQWiG-Bewertung - doppelter Hinweis auf Zusatznutzen

In dem heute veröffentlichten Abschlussbericht A05-03 zu langwirksamen Insulinanaloga bei der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 wurde Insulindetemir nach kritischer Studienanalyse ein doppelter Hinweis auf einen Zusatznutzen zuerkannt. Gute Argumente für den Verbleib in der Erstattungsfähigkeit sind nun gegeben.

"Diese Analyse entspricht unseren tagtäglichen Erfahrungen in der diabetologischen Praxis" so Dr. med. Andreas Liebl, Chefarzt Diabetes- und Stoffwechselzentrum Bad Heilbrunn. Ich denke, es gibt nun genug Evidenz die für einen Verbleib der langwirksamen Insulinanaloga in der Erstattungsfähigkeit der Krankenkassen sprechen. Für uns Diabetologen sind die langwirksamen Insulinanaloga ein Mehr an Sicherheit für die Patienten, gerade wenn es um die gefährlichen Hypoglykämien geht. Ich bin erleichtert."

Heute wurde der Abschlussbericht "Langwirksame Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2" auf der Internetseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlicht. Das IQWiG hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht, ob die langwirksamen Insulinanaloga im Vergleich zu langwirksamem Humaninsulin und auch im Vergleich untereinander Vorteile für Typ-2-Diabetes-Patienten aufweisen. Kann ein solcher Vorteil gezeigt werden, belässt der G-BA die langwirksamen Insulinanaloga weiterhin in der Erstattungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenkassen.

Hypoglykämien

Ein wichtiges Problem der Diabetes-Behandlung mit Insulin sind Unterzuckerungen, die sogar lebensbedrohlich sein können. Im Unterschied zu der Regulation beim Gesunden, wo körpereigenes Insulin nach Bedarf ins Blut ausgeschüttet wird, kann es bei der Injektion in das Unterhautfettgewebe zu nicht bedarfsgerechten Insulinspiegeln kommen. Um ein physiologischeres Wirkprofil zu erreichen und die gefürchteten Unterzuckerungen zu vermeiden, wurden die Insulinanaloga entwickelt. In dem jetzt veröffentlichten Endbericht zu lang wirksamen Insulinanaloga bestätigte das IQWiG für Insulindetemir einen doppelten Hinweis für einen Zusatznutzen bei leichten nächtlichen Hypoglykämien. Bereits in der Fachinformation wird dokumentiert, dass Insulindetemir in der Kombinationstherapie mit oralen Antidiabetika verglichen mit dem älteren NPH-Insulin zu einem 61-65 % niedrigeren Risiko für leichte nächtliche Hypoglykämien führt. Im Abschlussbericht erklärt das IQWiG dazu: "Diese Einschätzung entspricht im Wesentlichen dem Fazit der vorliegenden Nutzenbewertung. Auch hier wird ein Zusatznutzen bezüglich der gemeinsamen Betrachtung von nicht schweren nächtlichen Hypoglykämien und des HbA1c-Werts im Rahmen einer basal-unterstützten oralen Therapie festgestellt ..." (S. 339, Abschlussbericht A05-03). Darüber hinaus stellt das IQWiG einen Hinweis auf Zusatznutzen hinsichtlich der Gesamtrate an Unterzuckerungen im Vergleich zu NPH-Insulin fest. In der Schlussfolgerung bedeutet dies: Insulindetemir senkt die Gefahr der Unterzuckerung, dies bedeutet ein mehr an Sicherheit für die Patienten.

LIGHT-Studie

Die Relevanz und den Nutzen der Insulinanaloga im Versorgungsalltag hat Novo Nordisk in einer Beobachtungsstudie untersucht. Denn im Alltag spielen die Therapiezufriedenheit, die Lebensqualität und die Akzeptanz des Arzneimittels durch die Patienten eine entscheidende Rolle und sind Erfolgsfaktoren für eine Diabetes-Therapie. Novo Nordisk hat 2008 eine Versorgungsstudie durchgeführt, die den neuen, hohen Qualitätskriterien für nicht-interventionelle Studien entspricht: LIGHT (Lebensqualität unter Insulindetemir im Vergleich zu humanem Verzögerungsinsulin - eine Therapie­beobachtung). In dieser gerade abgeschlossenen Studie wurden bei über 8.000 Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ihre Behandlung mit dem Insulinanalogon Insulindetemir oder einem humanen Verzögerungsinsulin begannen, Therapiezufriedenheit und Lebensqualität untersucht. "Wir haben als Novo Nordisk natürlich einen positiven Einfluss erwartet, die Ergebnisse haben uns dann aber doch überwältigt" so Dr. Willi Schnorpfeil, Director Public and Government Affairs bei Novo Nordisk Deutschland." Wir werden die Ergebnisse im Mai veröffentlichen und sehr gerne fachlich diskutieren."

"Insgesamt", so Schnorpfeil "zeigen sowohl die klinischen Ergebnisse im Rahmen der Zulassungsstudien als auch die Ergebnisse aus der Versorgungsforschung den zusätzlichen Nutzen des lang wirksamen Insulinanalogons Insulindetemir im Vergleich zum humanen Verzögerungsinsulin. Wir freuen uns, dass das IQWiG dies in seinem Abschlussbericht anerkannt hat. Wir hoffen nun auf eine Würdigung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss. Levemir hat es verdient, die Erstattungsfähigkeit zu behalten, zum Wohle der gesetzlich Krankenversicherten."

Über Novo Nordisk:

Novo Nordisk ist ein international tätiges Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Dänemark und beschäftigt weltweit rund 26.575 Mitarbeiter in 81 Ländern. Allein am deutschen Standort in Mainz sind über 515 Mitarbeiter beschäftigt. Novo Nordisk gilt als Pionier in der Insulinherstellung und ist heute Weltmarktführer in der Diabetesversorgung. Der Diabetesspezialist ist vor allem für sein umfangreiches Produkt-Portfolio an Insulinen und modernsten Insulininjektionssystemen bekannt. Daneben hält Novo Nordisk eine führende Position in den Bereichen Blutgerinnung (Hämostase), Wachstumshormon- und Hormonersatztherapie. Novo Nordisk vertreibt seine pharmazeutischen Produkte und Dienstleistungen in 179 Ländern mit dem Anspruch größtmöglicher Gesamtverantwortung für Patienten, Ärzte und Gesellschaft. Als Aktiengesellschaft ist Novo Nordisk an den Börsen von Kopenhagen, London und New York (NYSE, Kürzel NVO) gelistet.

zuletzt bearbeitet: 19.03.2009 nach oben

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