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Diabetes als wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall

Rechtzeitiges Erkennen der Stoffwechselkrankheit als Voraussetzung für Risikominderung

Alle 30 Sekunden stirbt in den Ländern der EU ein Mensch am Herzinfarkt. Mindestens 60 Prozent aller Herzinfarkte sind vorhersagbar, etwa die Hälfte von ihnen hätten mit gezielten Vorsorgemaßnahmen vermieden werden können. Voraussetzung ist das rechtzeitige Erkennen eines bestehenden Herzinfarktrisikos. Dieses Risiko bestimmen maßgeblich einige wenige Faktoren; zu den wichtigsten zählt Diabetes mellitus. An dieser Stoffwechselkrankheit leiden viele Menschen, vor allem Übergewichtige, ohne es zu wissen - umso notwendiger ist eine Früherkennung und rechtzeitige Umstellung des Lebensstils. Die bundesweite Präventionskampagne "Deutschland sorgt vor" soll unter anderem helfen, einen Diabetes zu entdecken, um so mit geeigneten Maßnahmen einem Herzinfarkt oder auch Schlaganfall vorbeugen zu können.

Weltweit leiden 100 bis 150 Millionen Menschen an Diabetes, in Deutschland sind rund fünf bis sechs Millionen als Diabetiker diagnostiziert. Aufgrund der hohen Dunkelziffer wird die Zahl der tatsächlichen Diabetiker in Deutschland sogar auf sieben bis acht Millionen geschätzt. Dabei haben die meisten Erwachsenen mit Diabetes ein hohes Risiko, an der koronaren Herzkrankheit zu erkranken, die zum Herzinfarkt führen kann.

Die PROCAM-Studie hat gezeigt, wie wichtig es ist, einen Diabetes zu erkennen: Ohne dessen Berücksichtigung wird das Herzinfarktrisiko erheblich unterschätzt. Auch für einen Schlaganfall stellt Diabetes einen der wichtigsten Risikofaktoren dar. Zusätzlich nimmt die Prävention von diabetischen Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose und koronarer Herzkrankheit einen besonderen Stellenwert ein. Mit "Deutschland sorgt vor" fällt auf der Diabetes 2009 in Münster (6. bis 8. März) der Startschuss für eine der größten Präventionskampagnen Deutschlands. Sie soll helfen, Risikofaktoren zu erkennen und mit einer entsprechenden Änderung des Lebensstils rechtzeitig zu reagieren.

Die Kampagne ist ein Gemeinschaftsprojekt von STADA Arzneimittel und der Assmann-Stiftung für Prävention. Offizieller Kooperationspartner sind die Barmer und die Deutsche BKK.

zuletzt bearbeitet: 06.03.2009 nach oben

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