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9. Berliner Dialog der KKH: (Be-)handeln wir richtig?

Pressemitteilung: KKH-Allianz

Gesetzlich verordnete Versorgungsformen auf dem Prüfstand

Ein heißes Thema wenige Wochen vor der Einführung des Gesundheitsfonds: Bieten Mediziner und Kassen den Versicherten mit dem Hausarzt-Modell und den Chronikerprogrammen wirklich das Beste? Oder gibt es "gesündere" Alternativen? Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), stellte beim 9. Berliner Dialog der KKH die Wirksamkeit gesetzlich verordneter Versorgungsformen auf den Prüfstand und präsentierte aktuelle Analysen.

Die Messlatte für alle Versorgungsformen heißt: Alle einzuführenden Modelle müssen die Versorgung der Patienten verbessern. "Die Versicherten benötigen keine gesetzlich verordneten Modelle, die die Behandlung nicht verbessern und trotzdem die Kosten in die Höhe treiben", so Kailuweit. Die Politik müsse mehr Freiheit für Innovationen und Wettbewerb zulassen, zum Beispiel in der Vertragsgestaltung. Und weiter: "Die Krankenkassen brauchen kein starres Korsett, sondern Raum, um neue Behandlungsmethoden und Gesundheitsprogramme entwickeln zu können."

"Analysen der KKH zeigen, dass Chronikerprogramme mit ihrem enormen Aufwand der Regelversorgung grundsätzlich nicht überlegen sind", erklärte Kailuweit. Für 2009 werde hier ein Aufwand für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von 1,2 Mrd. Euro erwartet.

Die vom Gesetzgeber geforderte flächendeckende Einführung von Hausarztmodellen führt nach den Analysen der KKH zu Mehrkosten allein für das Jahr 2009 in Höhe von rund 1,7 Mrd. Euro für die GKV. Die medizinische Versorgung verbessert sich dabei nicht. Außerdem fehlt bei der hausarztzentrierten Versorgung der Erfolgsnachweis. So suchen zum Beispiel die eingeschriebenen Teilnehmer Fachärzte häufig ohne Überweisung auf und verursachen höhere Kosten.

Die KKH hat diverse erfolgreiche Modelle für individuelle Gesundheitslösungen entwickelt. Ein Beispiel dafür ist das Migräneprogramm der KKH, das der renommierte Ökonom Prof. Michael E. Porter von der Harvard Universität als eines der drei weltweit besten Versorgungsmodelle gewürdigt hat. Weitere individuelle KKH-Programme sind:

Weiterführende Informationen finden Sie auch im Internet unter: KKH-Positionen.

zuletzt bearbeitet: 15.11.2008 nach oben

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