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Diabetes ins Licht stellen - und damit auch die chronische Niereninsuffizienz als häufige Folgeerkrankung.

Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) zum Weltdiabetestag

Jedes Jahr am 14. November findet der Weltdiabetestag statt. Dieser Tag ist der Geburtstag von Frederick Banting, der gemeinsam mit Charles Best als Entdecker des Insulins gilt. Mitte November startet daher eine weltweite Informationskampagne mit zahlreichen Aktionen, die in diesem Jahr unter das Motto "Diabetes ins Licht stellen" gestellt wurden.

Wie wichtig es ist, Diabetes ins Licht zu stellen, also ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und an Prävention zu erinnern, zeigen die hohen Inzidenz- und Prävalenzraten: Bereits heute leben weltweit über 250 Millionen Menschen mit Diabetes. Laut der International Diabetes Federation und WHO wird sich diese Zahl in den nächsten 20 Jahren sogar noch auf 380 Millionen erhöhen. Diabetes ist damit eine globale Epidemie, die auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt macht und zudem mit starken Einschränkungen sowie schwerwiegenden Folgeerkrankungen verbunden ist.

Auf eine dieser Folgekomplikation möchte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hinweisen. Diabetes zieht bei einem Teil der Patienten langfristig Nierenversagen nach sich und ist die häufigste Einzelursache für die terminale chronische Niereninsuffizienz. Die Niere ist eines der Organe, die durch eine Diabeteserkrankung geschädigt werden. Etwa 20-40 Prozent aller Patienten mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 entwickeln im Laufe ihres Lebens Nierenschäden. Bei fast der Hälfte aller neuen Dialysepatienten liegt ein Diabetes zugrunde. Ein wesentlicher Grund für die Entstehung einer Niereninsuffizienz bei Diabetikern ist eine schlechte Einstellung des Blutzuckers über Jahre.

Diabetiker sind also Hochrisikopatienten und müssen besonders auf ihre Nierengesundheit acht geben. Die Zahl der Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz steigt dramatisch. Gab es im Jahr 1996 insgesamt 57.803 Menschen, die sich in Dialysebehandlung oder in Transplantationsnachsorge befanden, so waren es zehn Jahre später, also Ende 2006, bereits 91.718 Menschen. Viele dieser Patienten sind Diabetiker, die durch verbesserte Maßnahmen der Sekundärprävention (Blutzuckereinstellung, Blutdrucksenkung, Nichtrauchen) ihre Nierenfunktion vielleicht hätten bewahren können. Um die steigende Zahl der Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz zu senken, ist es daher wichtig, Diabetiker auf die Gefahr der Nierenerkrankung als Folgeerscheinung aufmerksam zu machen.

Wichtig ist aber auch, das Übel an seinen Wurzeln zu packen und die ursächliche Erkrankung, den Diabetes, zurückzudrängen. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie unterstützt daher die Diabetes-Gesellschaften in ihrem Anliegen, die Bevölkerung für Präventionsmaßnahmen gegen Diabetes zu sensibilisieren: Gesunde Ernährung, mehr Sport und Nichtrauchen erhält die Gesundheit - auch die der Nieren!

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 11.11.2008 nach oben

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