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Weltdiabetestag 2008: Fortschritte im Kampf gegen die Zuckerkrankheit

Pressemitteilung: MSD SHARP & DOHME GMBH

Neue Ansätze in der Behandlung des Typ-2-Diabetes

Weltdiabetestag 2008: Fortschritte im Kampf gegen die Zuckerkrankheit Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa 250 Millionen Menschen an Diabetes (Zuckerkrankheit) erkrankt sind. In Deutschland ist mittlerweile jeder Zehnte davon betroffen - und die Zahl steigt weiter. Mit dem Weltdiabetestag am 14. November machen die Vereinten Nationen auf dieses brisante Gesundheitsproblem aufmerksam. Doch zum Glück gibt es auch Positives zu berichten: Zum Beispiel gibt es innovative Ansätze in der Behandlung des Typ-2-Diabetes.

Eine vielversprechende Therapie setzt auf eine Klasse körpereigener Hormone, die sogenannten Inkretine. Diese steigen bei Nahrungsaufnahme an und führen dazu, dass Insulin freigesetzt und folglich der Zucker abgebaut wird. Außerdem hemmen sie die Ausschüttung von Glukagon, einem Hormon, das als Gegenspieler von Insulin die Zuckerproduktion in der Leber steigert. Dieser sogenannte Inkretineffekt ist bei Typ-2-Diabetikern vermindert. Zuwenig Insulin und mehr Glukagon aber bedeutet: Der Blutzuckerspiegel beim Typ-2-Diabetiker bleibt nach einer Mahlzeit länger erhöht, der Stoffwechsel gerät außer Balance.

Ein Inkretinverstärker lässt die Hormone länger wirken Inkretine können nicht einfach als Arzneimittel eingenommen werden, denn die Hormone werden schon nach einer kurzen Zeit durch ein körpereigenes Enzym abgebaut. Deshalb wurde nach einem Arzneimittel geforscht, das die Aktivität dieses inkretinabbauenden Enzyms hemmt. Mit der Wirkstoffgruppe der Inkretinverstärker gelang den Forschern der entscheidende Durchbruch. Als Tablette eingenommen blockiert der Wirkstoff das inkretinabbauende Enzym und sorgt so dafür, dass die Inkretine länger wirken können.

Gut verträglich

Die medikamentöse Inkretinverstärkung bietet einen großen Vorteil bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes: Ihre Wirkung ist von dem vorhandenen Blutzuckerspiegel abhängig. Hypoglykämien (Unterzuckerungen) waren deshalb in klinischen Studien unter dieser Medikation seltener als unter der Vergleichstherapie. Zudem kam es unter dem Inkretinverstärker auch nicht zu einer Gewichtszunahme.

Nähere Informationen zur Behandlung der Zuckerkrankheit erhalten Patienten unter der kostenfreien Hotline 0800-6733422 oder im Internet unter www.diabetes-behandeln.de.

Bildunterschrift: Arzt im Gespräch mit Patientin
Bildquelle: MSD Sharp & Dohme GmbH

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zuletzt bearbeitet: 10.11.2008 nach oben

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