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Weltherztag am 28. September

Bundesgesundheitsministerin Schmidt: Risiko-Aufklärung und Prävention stärken

"Kennen Sie Ihr Risiko?" lautet der Slogan des Weltherztages am 28. September 2008. Herzerkrankungen und Schlaganfall stellen weltweit die häufigsten Todesursachen dar. In Deutschland fordern diese Erkrankungen jährlich 225.000 Todesopfer. Der Slogan macht deutlich, dass jedoch jeder etwas tun kann, um Herz-Kreiserkrankungen vorzubeugen.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind oft Folge des Lebensstils. Durch mehr körperliche Bewegung, ausgewogene Ernährung und positive Stressbewältigung kann Herz-Kreislauferkrankungen und vielen anderen Erkrankungen vorgebeugt werden.

Die Kenntnis des eigenen Risikos ist oftmals Auslöser und wichtige Motivation für gesundheitsgerechtes Verhalten. Daher begrüßen wir die Zielsetzung des Weltherztages zur Risiko-Aufklärung und Stärkung der gesundheitlichen Prävention."

Maßgebliche Risikofaktoren für die Entstehung von Herzerkrankungen sind Rauchen, Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Störungen des Fettstoffwechsels. Die Bundesregierung trägt durch Förderaktivitäten und politische Initiativen in den Bereichen Früherkennung, Gesundheits-Versorgung, Patienteninformation und Forschung dazu bei, die Situation der Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter zu verbessern.

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten. Neben den Krebsfrüherkennungen gehören auch Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie des Diabetes mellitus (check up 35) zum Angebot. Erkrankungen sollen so möglichst früh entdeckt und behandelt werden.

Die Versorgung von Herzpatienten wurde mit der Einführung von strukturierten Behandlungsprogrammen (sogenannte Disease-Management-Programme, DMP) verbessert. Unabhängige, objektive und geprüfte Patienteninformationen sind etabliert worden (www.gesundheitsinformation.de). Impulse für ein gesundheitsgerechtes Verhalten liefern der Nationale Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängende Erkrankungen oder die Kampagne "Bewegung und Gesundheit", die zu mehr Bewegung im Alltag motiviert.

Frauen zeigen bei Herz-Kreislauferkrankungen häufig andere Symptome als Männer. Wegen der untypischen Symptome nehmen Frauen oft erst zu spät ärztliche Hilfe in Anspruch oder es werden bei ihnen Herzinfarkte nicht rechtzeitig diagnostiziert. Das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, ist für Frauen höher als für Männer. Um neue Präventionsansätze- und -strategien gezielt für die Risiken und Potentiale von Frauen zu entwickeln, hat das Bundesministerium für Gesundheit ein entsprechendes Forschungsvorhaben vergeben.

zuletzt bearbeitet: 28.09.2008 nach oben

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