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7. Europäischer Gesundheitskongress München:

Pressemitteilung: WISO S. E. Consulting GmbH

Wo liegt der künftige GKV-Beitragssatz?

Der Countdown für den Start des Gesundheitsfonds läuft. Medienberichten zufolge wird die Bundesregierung voraussichtlich am 8. Oktober den einheitlichen Krankenkassenbeitrag für den Fonds bekannt geben. Nur einen Tag später beginnt im Hotel Hilton München-Park der 7. Europäische Gesundheitskongress München. Der Fonds ist eines der zentralen Themen der Veranstaltung.

Rund 700 Entscheider werden zu dem Spitzentreffen der Gesundheitsbranche an der Isar erwartet, darunter der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG), Dr. Klaus-Theo Schröder, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), Prof. Dr. Herbert Rebscher, sowie der Vorstandschef des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans-Jürgen Ahrens. Auch Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer wird als Referent beim Kongress auftreten.

Ein zentrales Thema der knapp 100 Vorträge und Diskussionsbeiträge wird die Ausgestaltung des Gesundheitsfonds sein, der ein Kernstück der letzten Gesundheitsreform ist und am 1. Januar kommenden Jahres startet. Der Fonds soll für mehr Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen sorgen. Bislang konnten die Krankenkassen die Beitragssätze selbst bestimmen. Künftig gibt hingegen die Bundesregierung einen einheitlichen Beitragssatz vor.

Aktuell liegt der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,9 Prozent. Im Gespräch ist derzeit ein Satz von 15,5 Prozent. Der Vorstandschef der Ersatzkassenverbände, Thomas Ballast, rechnet mit einem einheitlichen Beitragssatz von 15,8 Prozent. Wenn die Bundesregierung seriös kalkuliere, sei dies "durchaus realistisch", so Ballast.

Die Betriebskrankenkassen warnen bereits jetzt vor einer milliardenschweren Mehrbelastung für ihre rund zehn Millionen Mitglieder und deren Arbeitgeber. Jeweils bis zu 1,3 Milliarden Euro ergäben sich, wenn der zum Start des Gesundheitsfonds erstmals einheitliche Beitragssatz bei 16 Prozent liege, berichtete zuletzt der BKK-Bundesverband.

Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums betonen, die Bundesregierung werde den künftigen Beitragssatz streng nach dem Bedarf der Krankenkassen festlegen. Grundlage seien wirtschaftliche Fakten. Im ersten Halbjahr 2008 erwirtschafteten die Kassen ein Defizit von rund 940 Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Kongress: www.gesundheitskongress.de.

zuletzt bearbeitet: 09.09.2008 nach oben

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