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Stechen fürs Messen mal woanders?

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Blut aus alternativen Messstellen kann zu anderen Blutzuckerwerten führen

Wer als Diabetiker mehrmals täglich einen kleinen Blutstropfen für eine Blutzuckermessung benötigt, würde den dazu notwendigen Piks gern nicht immer seinen empfindlichen Fingerkuppen zumuten. Doch nicht für alle Diabetiker eignen sich alternative Stechareale. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September 2008.

Als alternative und auf den ersten Blick weniger schmerzhafte Stellen für den Piks bieten sich der Bereich des Hand- und Daumenballens, die Ober- und Unterarme sowie die Oberschenkel, die Waden und der Bauch an. Dort kann man den notwendigen Blutstropfen jedoch nur mit einer besonderen Stechhilfe gewinnen. Damit man sie von den konventionellen Stechhilfen für die Fingerbeere unterscheiden kann, haben alle Hersteller sie mit einer durchsichtigen Plastikkappe versehen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen allerdings, dass die an alternativen Messstellen gewonnenen Blutzuckerwerte nicht immer mit den zur gleichen Zeit an der Fingerbeere gemessenen Werten übereinstimmen. Eine aktuelle Veränderung, zum Beispiel das Absinken des Blutzuckers nach dem Sport, kann am Unterarm erst mit einer Zeitverschiebung von bis zu einer halben Stunde bemerkt werden. Das kann Patienten, die Insulin benötigen, bei drohendem Unterzucker in erhebliche Gefahr bringen. Sie sind daher auf wirklich aktuelle Werte ohne jede Zeitverzögerung angewiesen.

zuletzt bearbeitet: 30.08.2008 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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