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Honigstudie bringt neue Erkenntnisse für Diabetiker und Übergewichtige

Pressemitteilung: Deutscher Imkerbund e. V.

Bestimmte Honigsorten in kleinen Mengen unschädlich

Honig ist trotz nachweisbarer, wertvoller Mikronährstoffe vor allem ein kohlenhydratreiches Nahrungsmittel. Aus diesem Grund ist es besonders für Übergewichtige und an Diabetes leidende Menschen von großem Interesse, wie sich der Verzehr von Honig auf das Blutzuckerverhalten und die Insulinreaktion auswirkt. Prof. Dr. med. Berg, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Universität Freiburg, nahm sich im Auftrag des Deutschen Imkerbundes dieser Fragestellung erstmals in Deutschland an.

Er untersuchte sieben typisch deutsche Honigsorten in Portionen vergleichbar zu 25 g Glukose auf ihre Stoffwechselwirkung bei zehn klinisch und Stoffwechsel gesunden Erwachsenen zwischen 20 und 65 Jahren. Um aus Sicht der Wissenschaft und Verbraucher eine größtmögliche Produkt- und Laborsicherheit zu gewährleisten, wurde nach international anerkannten Standards der Glykämische Index (GI) und die Glykämische Last (GL) ermittelt. Diese Werte geben Auskunft darüber, ob ein Lebensmittel vorteilhafte oder weniger vorteilhafte Stoffwechselwirkungen entfaltet und in welchen Mengen man es zu sich nehmen sollte.

Die ersten interessanten Untersuchungsergebnisse liegen nunmehr vor und zeigen, dass die meisten getesteten Honigsorten einen gegenüber der Glukosekontrolle deutlich niedrigeren GI-Wert erreichten. Für sechs Honige liegt der GI sogar im physiologisch günstigen Bereich von 55 und unterhalb.

Praktisch kann das Ergebnis für übergewichtige und an Diabetes leidende Menschen bedeuten, dass bestimmte Honigsorten in kleinen Portionen durchaus ohne Nachteile für die Blutzuckerregulation verzehrt werden können und sich bei gezieltem Austausch gegen Lebensmittel mit hohem GI günstig auf die Insulinresistenz auswirken können.

Aufgrund der bisher vorliegenden, ernährungsphysiologisch günstigen Ergebnisse erscheint es sinnvoll, die Untersuchungen zur Stoffwechselwirkung von Honig fortzusetzen und zu vertiefen. Entsprechend wird über die Weiterführung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Imkerbund e. V. und dem Universitätsklinikum Freiburg nachgedacht.

zuletzt bearbeitet: 25.06.2008 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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