Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2008 > 080403

Wissen was bei Diabetes zählt

Pressemitteilung: Sanofi

Aktuelle Daten zeigen: Aufklärung muss weitergehen

In der Diabetesaufklärung ist noch viel zu tun. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage: 80 Prozent aller befragten Diabetiker messen zwar ihren Langzeitblutzuckerwert, den sogenannten HbA1c-Wert, mehr als die Hälfte davon versteht allerdings nicht, warum dieser Wert für sie so wichtig ist. Genau hier setzt die deutschlandweite Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" von sanofi-aventis und vielen Partnern an.

Bereits im vierten Jahr steht der HbA1c-Wert im Fokus der Aktion. Menschen mit Diabetes erhalten Informationen darüber, wie bedeutend ihr Langzeitblutzuckerwert für die richtige Therapiegestaltung ist, Nichtdiabetiker lernen ihre Risikofaktoren kennen.

"Die Aktion 'Gesünder unter 7' hat in den letzten Jahren bereits viel erreicht: sowohl für diejenigen, die von Diabetes betroffen sind, als auch für die breite Öffentlichkeit. Angesichts der immensen gesellschaftlichen Bedeutung von Stoffwechselerkrankungen und Diabetes werden wir diese Aufklärungsarbeit, zusammen mit den vielen Partnern, die sich inzwischen daran beteiligen, konsequent fortsetzen." so Dr. Christoph Heinemann, sanofi-aventis, bei der Eröffnungspressekonferenz in Hamburg.

"Auswertungen aus dem letzten Jahr der Aktion zeigen, dass bei über 40 Prozent der Diabetiker, die beim "Gesünder unter 7-Risikocheck" mitgemacht haben, der HbA1c Wert über sieben Prozent liegt. Hier gibt es noch viel zu tun - gerade deshalb freue ich mich sehr, dass mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse dieses Jahr bei der Startveranstaltung in Hamburg erstmals eine gesetzliche Krankenkasse bei 'Gesünder unter 7' mitmacht."

In Deutschland haben ca. acht Prozent der Bevölkerung einen Diabetes mellitus, das sind 6,5 Millionen. Prognosen sagen voraus, dass diese Zahl erheblich steigen wird: In 2020 werden 9,5 Prozent der Deutschen Diabetiker sein. Diabetes ist eine Volkskrankheit, die schwerwiegende Folgen - für die Betroffenen und das Gesundheitssystem - nach sich ziehen kann. Nur Aufklärung zur Prävention und richtigen Therapieeinstellung kann dieser Entwicklung entgegen wirken. "Die DAK unterstützt chronisch erkrankte Versicherte durch regelmäßige Informationen zu ihrer Erkrankung. Ziel der DAK-Gesundheitsprogramme (Disease-Management) ist es, die Eigenverantwortung und Motivation für die Gesunderhaltung zu fördern und somit die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Daher engagieren wir uns auch bei der gemeinsamen Aufklärungs-Aktion in Hamburg", bekräftigte Dr. Christoph Gries, DAK Hamburg.

Mit der richtigen Einstellung "unter 7" bleiben

Ab einem HbA1c-Wert über sieben Prozent empfiehlt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) eine Therapieanpassung. Wenn bei Typ-2-Diabetikern mit Lebensstiländerungen und Blutzucker senkenden Tabletten keine gute Stoffwechseleinstellung erreicht wird, sollte schnellstmöglich mit einer ergänzenden Insulintherapie begonnen werden, erklärte Dr. Richard Daikeler, Sinsheim.

"Mit einem Basalinsulin ist ein einfacher Einstieg in die Kombinationstherapie gut möglich", so Daikeler. Dass eine frühzeitige Umstellung auch wirtschaftlicher sein kann, belegen aktuelle Studienergebnisse, die Professor Martin Pfohl, Duisburg, vorstellte. Der vollständige Blick auf die Therapie ist entscheidend: Nur zehn Prozent aller Kosten werden durch Diabetes-Medikamente hervorgerufen, 80 Prozent entstehen durch Begleiterkrankungen und Komplikationen.

"Wird früh genug ergänzend auf ein einmal tägliches Basalinsulin umgestellt, kann der HbA1c-Wert besser eingestellt werden, Folgeerkrankungen werden so vermieden", erläuterte Pfohl. Neben einer guten therapeutischen Einstellung spielt auch die Lebensweise eine große Rolle: Ob zur Vorbeugung von Diabetes oder bei bereits gestellter Diagnose gilt stets: Viel bewegen und gesund essen!

"Gesünder unter 7" 2008: Der Startschuss fällt in Hamburg

Bereits im vierten Jahr informiert die von sanofi-aventis und Partnern initiierte bundesweite Diabetes-Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" deutschlandweit zum Thema Diabetes. Inzwischen haben mehr als 250.000 Interessierte die Aktion besucht. In diesem Jahr kommt "Gesünder unter 7" nach Hamburg (3./4. April, Alstertal-Einkaufszentrum), Wolfsburg (24./25. April, City-Galerie), Essen (29./30. Mai, Allee-Center), München (26./27. Juni, Olympia Einkaufszentrum), Dresden (18./19. September, Altmarkt-Galerie) und Berlin (23./24. Oktober, Potsdamer Platz Arkaden).

Besucher können ihr persönliches Diabetes-Risiko testen - dazu gehören Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang. Besonders wichtig: Für Diabetiker und Menschen mit einem hohen Diabetes-Risiko wird eine Langzeitblutzuckerwert-Messung angeboten. Ärzte und Diabetesberaterinnen der Region beantworten alle Fragen zum Thema und analysieren die Messergebnisse. Weitere Informationen zur Aktion finden Sie im Internet unter www.gesuender-unter-7.de.

Starke Partner unterstützen "Gesünder unter 7"

Zahlreiche Fachgesellschaften, Patientenorganisation, Krankenkassen und Medien unterstützen "Gesünder unter 7": Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte e.V. (AND), Bundesverband niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), Bundesverband der Diabetologen in Kliniken e.V. (BVDK), diabetes-world.net, Diabetes-Journal, Deutscher Diabetiker Bund (DDB), Omron, Stiftung "Der herzkranke Diabetiker", Internationale Gesellschaft für Prävention e.V. (IGP), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD), Progen, der Deutsche Tanzsportverband e.V. (DTV), die Koalition "Schau genauer hin" und die Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V.

zuletzt bearbeitet: 03.04.2008 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Lasar Liepins

Lasar Liepins

Weitere Angebote:

Diabetes- und weitere Infos in Fremdsprachen

Angesichts der vielen Flüchtlinge zeigt DiabSite, wo es Diabetes- und weitere Gesundheitsinfos auf Arabisch, Persisch, Russisch etc. gibt.