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DDB unterstützt demonstrierende Kinder

Gegenstand des Protests: Das drohende Aus der kurzwirksamen Analoginsuline

"Euer Protestmarsch durch Sturm und Regen soll nicht umsonst gewesen sein, wir werden euch nach besten Kräften unterstützen", versprach Heinz Windisch, Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB), den Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, nachdem sie sich am 13. März vor dem Haus der Bundespressekonferenz in Berlin versammelt hatten. Der DDB ist der Interessenvertreter der Diabetiker in Deutschland.

Gegenstand des Protestes war das drohende Vorenthalten der Diabetes-Therapie mit modernen kurzwirksamen Insulinen ("Insulin-Analoga"); das vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) programmierte "Aus" kann nur noch durch eine politische Entscheidung im Bundesgesundheitsministerium gestoppt werden.

Das war auch der eindeutige Tenor einer von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) initiierten Pressekonferenz in Berlin: "Es geht nicht mehr um Wissenschaftlichkeit, es geht im Grunde auch nicht um Geld - es geht nur noch ums Prinzip", so DDG-Vizepräsident und Kinder-Experte Prof. Dr. Thomas Danne (Hannover).

Darauf weisen auch die Patientenorganisationen mit Nachdruck hin - Heinz Windisch: "Die Politik muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Wir haben beim Bundesgesundheitsministerium um einen Gesprächstermin gebeten und darauf verwiesen, dass es unbedingt erforderlich ist, die Erfahrungen der Betroffenen in die Entscheidungen einzubeziehen."

Darüber hinaus kritisiert der DDB-Vorsitzende, dass die Öffentlichkeit entweder unzureichend oder mit irreführender Berichterstattung einseitig informiert wird: "Analoga sind internationaler Standard und gewähren ein selbstbestimmtes Leben mit Diabetes für alle Altersgruppen - im Kindergarten, in der Schule, im Beruf, in der Familie, in Heimen. Sie können die Betroffenen vor diabetesbedingten Komplikationen bewahren, durch die ihnen nicht nur menschliche Schicksale wie Erblindung, Nieren- und Nervenversagen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erspart bleiben, sondern durch die sich auch die Behandlung erheblich verteuert.

"Wir sind gesprächsbereit, uns ist jeder Termin recht, wenn er nur vor der endgültigen Entscheidung liegt. Die Gesundheitsministerin ist am Zug", so der DDB-Vorsitzende.

zuletzt bearbeitet: 18.03.2008 nach oben

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