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Am 13. März ist Welt-Nieren-Tag

Prävention von Nierenerkrankungen ist möglich - für jedermann

Es ist ein Teufelskreis: Übergewicht, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung führen immer öfter zu Zivilisations-Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes. Beides sind Risikofaktoren für Nierenerkrankungen, die eine Dialyse-Behandlung oder eine Organtransplantation nach sich ziehen können. Anlässlich des Welt-Nieren-Tages am 13. März 2008 appellieren Nierenspezialisten, die Chancen von Prävention und Früherkennung zu nutzen.

Die Fakten: Rund sechs Millionen Deutsche leiden nach Expertenangaben an Diabetes, zunehmend auch Kinder. 40 Prozent aller Diabetiker entwickeln im Laufe ihres Lebens Nierenschäden; jeder fünfte Hochdruckpatient stirbt an einer Nierenerkrankung, so die Deutsche Nierenstiftung Darmstadt. Nach deren Angaben leiden heute rund zwei Millionen Deutsche an Nierenschäden, Tendenz steigend. Mehr als 65.000 Menschen seien auf die Dialyse angewiesen, etwa 11.000 Patienten warteten auf ein Spenderorgan.

So weit muss es nicht kommen. Ein einfacher Urin-Vorsorgetest gibt Aufschluss über mögliche Erkrankungen der Nieren und Harnwege und kann von jedermann zu Hause durchgeführt werden. Professor Dr. Werner Riegel, Vorsitzender der Deutschen Nierenstiftung, empfiehlt allen Männern und Frauen über 35 Jahre, mindestens ein Mal pro Jahr einen Urintest zu machen. Wenn sich der Teststreifen verfärbt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. "Prävention ist mit das Allerwichtigste", betont Professor Dr. Jürgen Floege, Chefarzt der Nephrologie am Aachener Universitätsklinikum und stellvertretender Vorsitzender des Aachener Förderkreises für Organtransplantation. Denn Nierenerkrankungen machten sich lange nicht bemerkbar, und wenn der Patient etwas merke, sei es schon viel zu spät, so der Spezialist.

Der vom Aachener Förderkreis Organtransplantation e.V. initiierte und von der Firma Analyticon Biotechnologies AG im letzten Jahr entwickelte Schnelltest ist in Apotheken erhältlich. Aufgrund solcher preisgünstiger Tests könnte bei einem großen Teil der Patienten rechtzeitig eine weiterführende Diagnostik und Behandlung eingeleitet werden, damit es gar nicht erst zur Dialyse oder gar Organtransplantation kommen muss.

zuletzt bearbeitet: 06.03.2008 nach oben

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