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Gesundheitsvorsorge: Auch Frauen sind nachlässig

IPF rät: Regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen

Frankfurt - Jede siebte Frau ist bei der Krebsvorsorge nachlässig. Darauf weist das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) anlässlich des Weltfrauentags (8.) hin. Obwohl Frauen ihre Gesundheit meist mehr am Herzen liegt als Männern, nehmen sie Früherkennungsmaßnahmen zu selten in Anspruch.

Ein Tumor im Brustgewebe - mit jährlich über 55.000 Neuerkrankungen hierzulande die häufigste Krebserkrankung bei Frauen - lässt sich mit einer Mammographie frühzeitig erkennen. Solange sich noch keine Tochtergeschwülste gebildet haben, kann die Krankheit sogar vollständig geheilt werden. Der Früherkennung kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu. Eine Praxisgebühr fällt bei der Krebsvorsorge übrigens nicht an - und viele Krankenkassen belohnen die Teilnahme zusätzlich mit Bonuspunkten.

Das IPF empfiehlt Frauen, bereits ab dem 20. Geburtstag die kostenlosen Untersuchungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu nutzen. Ab diesem Alter übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine jährliche Genitaluntersuchung zur Krebsfrüherkennung. Ab dem Alter von 30 Jahren gehören außerdem Brust- und Hautuntersuchungen zur Vorsorge. Ergänzend dazu können Frauen zusätzliche Laboruntersuchungen vornehmen lassen, die beispielsweise das Risiko von Gebärmutterhalskrebs, Thrombose oder Geschlechtskrankheiten aufspüren.

Ab dem Alter von 35 Jahren können Frauen alle zwei Jahre einen Gesundheits-Check-up zur Früherkennung von Nieren-, Herz- Kreislauferkrankungen sowie Diabetes durchführen lassen. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr übernimmt die GKV die Kosten für eine jährliche Darmkrebsfrüherkennung mit einem Test auf verstecktes Blut im Stuhl und ab dem Alter von 55 Jahren alle zehn Jahre mit einer Darmspiegelung. Außerdem können Frauen ab 50 alle zwei Jahre an einer Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs, dem sogenannten Mammographie-Screening, teilnehmen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe sinnvoller, zusätzlicher Untersuchungen, die gesundheitsbewusste Frauen auf eigenen Wunsch durchführen lassen können. Welche das sind, listet die Broschüre "Labordiagnostik - Gesundheitsvorsorge für die Frau", die das IPF herausgegeben hat, detailliert auf. In ihr werden alle Untersuchungen zu einer umfassenden Krankheitsvorsorge vorgestellt. Darin enthalten sind sowohl die Leistungen der GKV als auch ergänzende Selbstzahlerleistungen und deren Kosten.

Die Broschüre ist wie ein Gesundheitspass aufgebaut, in den alle Untersuchungen mit Datum und Ergebnis eingetragen werden können. Damit gewährt sie einen umfassenden Überblick über die bereits absolvierten und die anstehenden Früherkennungsuntersuchungen. Sie kann kostenlos beim Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF), Postfach 160434 in 60067 Frankfurt bezogen oder im Internet unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.

Das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) informiert die Öffentlichkeit über bestehende Möglichkeiten der Krankheitsvorsorge durch Laboruntersuchungen. Seit über zehn Jahren veröffentlicht das IPF in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten Broschüren und Faltblätter zu einzelnen Krankheiten und deren Früherkennung. Diese Veröffentlichungen können kostenlos angefordert werden. Das IPF wird vom Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) unterstützt. Seine Neutralität wird durch einen wissenschaftlichen Beirat gewährleistet, dem renommierte Mediziner angehören. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vorsorge-online.de.

zuletzt bearbeitet: 04.03.2008 nach oben

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