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DDB bietet IQWiG weiter Paroli

Der Kampf in der gesundheitspolitischen Arena wird fortgesetzt

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) sah sich am 29.12.2007 veranlasst, inmitten der laufenden Legislaturperiode einen neuen Bundesvorstand zu wählen. (Siehe auch DDB-Pressemitteilung vom 07.01.2008)

Diese notwendige verbandsinterne Maßnahme muss den Direktor des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Prof. Dr. Peter Sawicki, nicht mit Genugtuung erfüllen. Der von Kritiken an seinen Arbeitsmethoden angeschlagene IQWiG-Chef räumte mittlerweile Fehler bei seiner Auftragsvergabe ein und wird wohl auch den von ihm angestrengten und verlorenen Prozess gegen den DDB nicht weiter verfolgen.

Falls er nun jedoch darauf setzt, dass sein größter Widersacher - eben der DDB - künftig weniger hartnäckig ist, wird er sich getäuscht sehen, denn diese Hoffnung kann die Patientenorganisation nicht nähren.

Bei aller Bereitschaft zu konstruktiver Zusammenarbeit mit dem IQWiG wehrt sich der DDB unbeirrt weiter gegen alle Maßnahmen und Entscheidungen, die den Interessen der Menschen mit Diabetes widersprechen. Zu aktuellen Problemen wie dem Einsatz von Analog-Insulinen bei Betroffenen, deren Lebensqualität damit gewährleistet ist, sowie der Notwendigkeit der therapieabhängigen Blutzucker-Selbstkontrolle für alle Betroffenen ist der DDB gewappnet und sieht für anstehende Auseinandersetzungen starke Partner, auch in der Ärzteschaft, an seiner Seite.

Bundesvorsitzender Heinz Windisch erklärt dazu: "Unser Kampf in der gesundheitspolitischen Arena ist nicht von Personen, sondern von der Sache abhängig, in der sich der DDB einig ist. Sicher erleichtert die aus der notwendigen Maßnahme resultierende Situation unsere Arbeit nicht gerade, zumal wir als neuer Bundesvorstand mit schweren verbandsinternen Altlasten fertig werden müssen. Wir alle zusammen, der Bundesvorstand und die Landesvorstände behalten dabei unsere eigentliche Aufgabe fest im Griff. Und die besteht darin, allen Menschen mit Diabetes ein selbst bestimmtes Leben mit dieser chronischen Erkrankung zu ermöglichen."

zuletzt bearbeitet: 15.01.2008 nach oben

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