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Selbständigkeit älterer Diabetes-Patienten erhalten

Pressemitteilung: Deutsche Seniorenliga (DSL)

Kostenlose Broschüre der Deutschen Seniorenliga informiert

Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Diabetes mellitus sind älter als 60 Jahre. Aufgrund des demografischen Wandels ist damit zu rechnen, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Oberstes Ziel der medizinischen Versorgung geriatrischer Patienten mit Diabetes mellitus ist der Erhalt der Selbständigkeit, damit sie die komplizierte Therapie möglichst lange eigenverantwortlich durchführen können.

Diabetiker haben im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein deutlich höheres Risiko für Herzleiden, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung, Amputationen - und bei Älteren auch für geistige Demenz durch die Alzheimer-Krankheit. Letzteres wird begünstigt durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Auch bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes ist daher eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung das primäre Therapieziel. Hierzu muss im Verlauf der Krankheit für eine ausreichende Stoffwechselkontrolle von einer oralen Therapie auf Insulin umgestellt werden. Dabei ist darauf zu achten, die Behandlung mit dem Hormon möglichst früh zu beginnen: Die Patienten sollten die Therapie erlernen, solange sie hierzu noch eigenständig in der Lage sind.

In den vergangenen Jahren sind viele Hilfen entwickelt worden, um älteren Menschen die Insulintherapie zu erleichtern. Hierzu zählen neben einfach bedienbaren Blutzuckermessgeräten spezielle Insulin-Pens, auf denen die Dosiseinstellung auch mit eingeschränkter Sehfähigkeit gut lesbar sind und die auch Patienten mit feinmotorischen Defiziten gut handhaben können.

Zudem helfen spezielle geriatrische Schulungsprogramme, bei kognitiven Einschränkungen die Grundlagen der Behandlung zu vermitteln. Mit einer so angemessenen Therapie lässt sich bei motivierten älteren Typ-2-Diabetikern ein gutes Maß an Lebensqualität erhalten. "Wer die Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Insulin, Ernährung und Bewegung kennt und dieses Wissen auch umsetzt, vermeidet gefährliche Folgeerkrankungen und kann so ein ganz normales Leben führen", rät Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga (DSL).

Die Broschüre "Gut leben trotz Diabetes" informiert über die Krankheit, ihre Folgen und Risikofaktoren. Gleichzeitig enthält sie Tipps, wie man durch regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte, eine gesunde Lebensweise und die konsequente Umsetzung der Behandlungsmaßnahmen sein Wohlbefinden aufrecht erhalten oder sogar steigern kann. Die Broschüre kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder unter www.dsl-diabetes.de bestellt werden.

zuletzt bearbeitet: 06.12.2007 nach oben

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