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Europaweit gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Charta für Herzgesundheit erhält breite Unterstützung aus Deutschland

Gemeinsam gegen die Todesursache Nummer eins in Europa: Dem Ziel der ersten Europäischen Charta für Herzgesundheit, europaweit das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu senken, haben sich jetzt namhafte medizinische Fachgesellschaften in Deutschland verpflichtet. Auf europäischer Ebene wurde die Charta von der European Society of Cardiology und des European Heart Network entwickelt und lanciert, mit Unterstützung der Europäischen Kommission und des WHO-Regionalbüros für Europa. Hierzulande ist die Deutsche Herzstiftung Initiatorin der Charta.

Die Unterzeichner des Dokuments - internationale und nationale Fachgesellschaften, darunter die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie - bekennen sich dazu, sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene fachintern bis hin zu allen potenziellen Partnern, politischen Organisationen und Nicht-Regierungsorganisationen zusammenzuarbeiten, um die Herzgesundheit der Europäer nachhaltig zu fördern. Auch das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt die Initiative. In 20 europäischen Staaten wurde bereits damit begonnen, die Charta umzusetzen.

Keine andere Gruppe von Krankheiten fordert in Europa so viele Todesopfer wie die Herz-Kreislauf-Leiden: Fast jeder zweite Europäer stirbt daran, alljährlich sind es auf dem gesamten Kontinent mehr als vier Millionen Menschen. "Dabei lassen sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen über eine Beeinflussung ihrer Risikofaktoren sehr gut verhindern", betont Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Zu den wichtigsten Risiken zählen Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel, die Ausdruck unseres Lebensstils sind, und die häufig daraus entstehenden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen.

"Die Europäische Charta für Herzgesundheit", so Prof. Gohlke, "soll es ermöglichen, den Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen länderübergreifend auf gesellschaftlicher und auf individueller Ebene zu begegnen." Das schließt den Informationsaustausch über erfolgreiche Präventionsprogramme aus anderen Ländern und die Umsetzung europaweiter Strategien in nationale Kampagnen ein.

"Unverzichtbar ist die Unterstützung durch die Politik, um die Herzgesundheit der Europäer zu verbessern", sagt Peter Hollins, Präsident des European Heart Network: "Gemeinsam wollen wir die Politiker dazu bringen, für möglichst gesunde Umwelt- und Lebensbedingungen zu sorgen und die Menschen zu einem besseren Lebensstil zu ermutigen."

Die Europäische Charta für Herzgesundheit mit einer Liste ihrer Unterzeichner ist als pdf-Dokument auf der Website der Deutschen Herzstiftung (Rubrik: Aktuelles) abrufbar: www.herzstiftung.de/aktuelles_charta.php.

Die Deutsche Herzstiftung e.V, 1979 als gemeinnütziger Verein gegründet, ist Deutschlands größte Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zur Zeit hat die Herzstiftung mehr als 58.000 Mitglieder. Schirmherrin ist Barbara Genscher. Zu den Hauptaufgaben der Deutschen Herzstiftung gehört es, Patienten über den aktuellen Stand der Herzmedizin zu informieren, Aufklärungskampagnen durchzuführen und Forschungsprojekte zu fördern.

Das European Heart Network (EHN) mit Sitz in Brüssel ist ein Zusammenschluss von Herzstiftungen und gleichgesinnten Nichtregierungs-Organisationen aus ganz Europa, mit Mitgliedsorganisationen in 26 Ländern. Das European Heart Network spielt europaweit eine führende Rolle bei der Vorsorge und Verminderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 30.11.2007 nach oben

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