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Weltdiabetestag am 14. November 2007:

Kinder und Jugendliche mit Diabetes benötigen spezielle Therapien

Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und Jugendlichen: In Deutschland sind etwa 25.000 an Diabetes Typ 1 oder Diabetes Typ 2 erkrankt. Obwohl es wirksame Behandlungs- und Versorgungskonzepte für Heranwachsende mit Diabetes gibt, werden diese noch nicht flächendeckend umgesetzt. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November 2007 hin. Die International Diabetes Federation (IDF) stellt Kinder und Jugendliche mit Diabetes in den Mittelpunkt der Jahreskampagne für die Weltdiabetestage 2007 und 2008.

Eine erfolgreiche Therapie ist bei jungen Diabetespatienten besonders wichtig: Denn sie leben viele Jahrzehnte mit der chronischen Erkrankung. In Deutschland sind erkrankte Kinder und Jugendliche gut versorgt. Mehr als die Hälfte leidet dennoch innerhalb der ersten zwölf Jahre nach Erstdiagnose an Komplikationen oder Begleiterkrankungen. Dies liegt vor allem daran, dass eine gute Stoffwechseleinstellung während Kindheit und Jugend schwierig ist. Denn der Insulinbedarf verändert sich permanent durch Wachstum und hormonelle Veränderungen.

Neben medizinischen gehören auch pädagogische, soziale und psychologische Aspekte zu einer erfolgreichen Diabetes-Therapie. Denn ein wichtiges Therapieziel ist - wie bei anderen chronischen Krankheiten auch - dass die Erkrankung die gesamte Entwicklung der betroffenen Kinder möglichst wenig beeinträchtigt. Therapie in diesem Alter bedeutet deshalb auch immer Familientherapie. Diese ist dann am erfolgreichsten, wenn Patienten und ihre Familien interdisziplinär betreut werden.

Dem Motto des diesjährigen Welt-Diabetes-Tages entsprechend widmet sich die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift Der Diabetologe dem Diabetes mellitus im Kinder- und Jugendalter. Experten informieren unter anderem über die Wahl der passenden Insulintherapie, kind- und jugendgerechte Diabetesschulung sowie umfassende psychosoziale Betreuung.

Quellen:

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zuletzt bearbeitet: 09.11.2007 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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