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Enzyme - Ausgleich für das Immunsystem?

Pressemitteilung: Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie (WGFE)

Symposium der WGFE in Hamburg

Die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie (WGFE) kam am 19.10.2007 in Hamburg zu ihrem ersten wissenschaftlichen Symposium zusammen. Zu diesem Anlass präsentierte das hochrangig besetzte Gremium nicht nur aktuelle Forschungsergebnisse, sondern auch neueste Forschungsstrategien, die den aktuellen Stellenwert einer rationalen Enzymtherapie belegen, und lobte den Deutschen Enzympreis 2008 aus.

Ohne Enzyme gäbe es kein Leben!

Enzyme steuern als Biokatalysatoren die verschiedensten Stoffwechselvorgänge lebender Organismen. Dies reicht von der Verdauung bis zum Kopieren von Erbinformationen. Da Enzyme für den Stoffwechsel unverzichtbar sind, gäbe es ohne sie kein Leben. Ein Teil der Enzyme wird im gesamten Organismus überall dort aktiv, wo lokale Entzündungsvorgänge eine Rolle spielen. So vielfältig wie die Wirkweise ist auch ihr Einsatzspektrum: Diabetes, Harnwegsinfektionen, Krebserkrankungen, Rheuma, Gelenk- und Muskelschmerzen, Arthritis, Venenbeschwerden, Krampfadern, Bronchitis und Sinusitis, aber auch Zahnfleischentzündung und Parodontitis, Erkältungskrankheiten durch geschwächte Immunabwehr sowie vorzeitige Alterserscheinungen durch freie Radikale.

Positive Beeinflussung von Entzündungsprozessen

Speziell für das Immunsystem sind Enzyme von zentraler Bedeutung, denn sie steuern das Gleichgewicht der Immunreaktionen, mit denen der Körper auf Krankheitserreger, Verletzungen oder schädliche Umwelteinflüsse reagiert. Meist gehen diese mit Entzündungsprozessen einher. Die nachgewiesene Wirkung von Enzymkombinationen basiert darauf, dass sie Entzündungsprozesse regulieren und gleichzeitig Schwellungen und Schmerzen reduzieren. Die Einnahme von Enzymen erfolgt ganz einfach in Form von Dragees oder Tabletten.

Enzymforschung für eine breite Patientengruppe

Gemeinsam mit renommierten Kollegen hat Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Dieter Adam im Januar 2007 die WGFE ins Leben gerufen. Ziel der Gesellschaft ist die Förderung der Erforschung der Enzymtherapie sowie die Information medizinischer Fachkreise und der Öffentlichkeit, insbesondere mit dem Ziel, die wissenschaftliche Begründung der Enzymtherapie auch dem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Dieser Zweck wird durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichung von wissenschaftlichen Ergebnissen, durch Vorträge und Konferenzen verwirklicht, bei denen auch internationale Studienergebnisse zusammengetragen werden. Auch der Deutscher Enzympreis 2008 geht auf eine Initiative der WGFE zurück. Dieser alljährlich ausgeschriebene Wissenschaftspreis zur Förderung der Forschung und Umsetzung der Enzymtherapie in der Praxis ist mit EUR 10.000 dotiert.

Bei welchen Erkrankungen ist eine Enzymtherapie sinnvoll?

Aktuellste Forschungsergebnisse bestätigen die Wirkweise von nebenwirkungsarmen Enzymen generell bei allen Erkrankungen, bei denen Entzündungen eine Rolle spielen - entweder als eigenständige Enzymtherapie oder ergänzend zur Standardtherapie. So gibt es umfangreiche Erfahrungen mit dem Einsatz von Enzymen in der Krebsbehandlung zusätzlich zur Strahlen- und Chemotherapie. In vielen Fällen können spezielle Enzymkombinationen die Lebensqualität sowie die beschwerdefreie Überlebenszeit von Tumorpatienten positiv beeinflussen.

Auch bei Typ-2-Diabetes ergibt sich ein mögliches therapeutisches Potenzial von Enzymen im Rahmen einer Therapie. Die Zahl der Menschen mit einem Typ-2-Diabetes - früher Altersdiabetes genannt - nimmt in der Bevölkerung stetig zu. Immer häufiger wird bereits bei Kindern und Jugendlichen ein Vorstadium von Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Meist ist dieses - Prädiabetes genannte - Vorstadium mit Übergewicht vergesellschaftet.

Nach einer aktuellen Schätzung leiden heute schon vier bis acht Prozent der Schulkinder unter Fettleibigkeit. Die Ursachen dafür liegen primär in falschen Ernährungsgewohnheiten und mangelnder Bewegung. Erste Untersuchungen, über die auf dem Symposium berichtet wird, deuten darauf hin, dass bereits im Vorstadium von Typ-2-Diabetes eine begleitende Enzymtherapie sinnvoll sein könnte.

Bei Harnwegsinfektionen - wie z. B. einer unkomplizierten Blasenentzündung - konnte nachgewiesen werden, dass mit einer Enzym-Zusatztherapie zur Standardtherapie mit Antibiotika ein schnellerer Rückgang der Beschwerden und damit eine Verkürzung des Heilungsprozesses erzielt werden kann.

Auch bei der Behandlung von chronischen rheumatischen Erkrankungen wird zunehmend der entzündungshemmende und abschwellende Effekt von speziellen Enzymkombinationen als begleitende Therapie eingesetzt.

Viel versprechende Forschungserfolge als Motivation

Bei all diesen Erkrankungen und vielen anderen Krankheitsbildern rücken Enzyme - oft als begleitende - Therapie immer mehr in den Blickpunkt. Doch trotz viel versprechender, langjähriger klinischer Erfahrungen steckt die Forschung hier in vielen Bereichen noch in der Entwicklungsphase. Es ist erklärtes Ziel und damit eine große Herausforderung für die WGFE, die Forschung auf diesem zukunftsweisenden Feld zu fördern, neue Denkmodelle anzustoßen und die Resultate dieser Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie (WGFE) wurde 2007 gegründet. Zielsetzung der Gesellschaft ist die Förderung der Erforschung der Enzymtherapie. Neben medizinischen Fachkreisen soll die wissenschaftliche Begründung der Enzymtherapie auch dem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

zuletzt bearbeitet: 26.10.2007 nach oben

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