Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

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Diabetes-Informationen im Internet: Was ist wichtig?

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite

Ergebnisse einer Umfrage auf dem unabhängigen Diabetes-Portal DiabSite

Bild der Startseite vom Diabetes-Portal DiabSite Immer mehr Menschen suchen im Internet nach Informationen über Diabetes mellitus. Da die Zahl der Diabetiker rasant wächst, verwundert das nicht. Viele Ärzte und Berater nutzen diese Informationsquelle ebenfalls. Obwohl die meisten Diabetiker jenseits der 60 sind, und damit nicht zu den typischen Internetnutzern zählen, ist das Interesse an speziellen Diabetes-Seiten hoch. Zum einen, weil diese Altersgruppe einen großen Teil der Gesamtbevölkerung ausmacht und gerade hier die Zahl der Surfer überproportional steigt, zum anderen, weil die Angehörigen die Informationssuche übernehmen. Was Diabetes-Interessierte und insbesondere Besucherinnen und Besucher der DiabSite (www.diabsite.de) im WWW suchen, und worauf sie Wert legen, hat das Diabetes-Portal im Rahmen einer Umfrage, an der im März rund 400 DiabSite-Besucher teilnahmen, ermittelt.

Der Diabetes ist mit seinen unterschiedlichen Formen und möglichen Spätfolgen ein sehr vielschichtiges Thema, das nicht nur viele Aspekte der Medizin anspricht, sondern nahezu alle Bereiche im Alltag der betroffenen Patienten - Ernährung, Beruf und Partnerschaft, um nur einige zu nennen. Gut 80 Prozent gaben bei der DiabSite-Umfrage an, selbst Diabetes zu haben. An zweiter Stelle standen die Angehörigen, gefolgt von Ärzten, Beratern und anderen, die sich beruflich mit dem Diabetes beschäftigen. Nur wenige interessieren sich für das Thema, weil sie ihr eigenes Diabetesrisiko hoch einschätzen.

Erstaunlicherweise zeigte die Umfrage, dass ganz oben auf der Wunschliste nicht etwa Hilfen zum Umgang mit dem Diabetes im Alltag, sondern Forschungsergebnisse stehen. Erst in zweiter Linie werden praktische Alltagstipps gesucht, gefolgt von gesundheitspolitischen Themen, Antworten auf Ernährungsfragen und Informationen zu Diabetes-Medikamenten. Während Sport, Partnerschaft und Sexualität noch auf ein recht großes Interesse stoßen, werden mehr Beiträge zum Diabetes-Grundwissen oder zu Selbsthilfegruppen eher weniger gefragt. Besonders beliebt sind übersichtliche Zusammenfassungen, wie sie der DiabSite-Diabetes-Newsletter bietet, in dem das Neueste auf den ersten Blick gesehen und direkt angeklickt werden kann.

Für die Einschätzung der Qualität einer Diabetes-Seite im Netz spielen Verständlichkeit und Seriosität der Inhalte eine herausragende Rolle. Außerdem suchen Internetnutzer die DiabSite gerade aufgrund der aktuellen Informationen auf, die sie hier beinahe täglich finden.

Zwei Drittel der teilnehmenden Diabetiker haben einen Typ-2-, die meisten anderen einen Typ-1-Diabetes. Weniger als 5 Prozent gaben eine seltenere Diabetesform wie z. B. LADA, MODY oder Schwangerschaftsdiabetes an. Diese Ergebnisse entsprechen ungefähr der Verteilung der Diabetes-Typen in Deutschland. Die am häufigsten genannte Behandlungsform war die intensivierte Insulintherapie mit mehreren Spritzen täglich oder einer sogenannten Insulinpumpe.

Sehr erstaunt war DiabSite-Initiatorin Helga Uphoff von der Tatsache, dass weit über zwei Drittel der Teilnehmer an der Umfrage auf www.diabsite.de angaben, jedem von ihrer Krankheit zu erzählen, der es wissen will. Nur knapp ein Drittel teilt dies lediglich engen Freunden und Verwandten mit. Weniger als zwei Prozent verstecken ihren Diabetes sogar vor nahestehenden Personen. Warum so viele DiabSite-Besucher offen mit ihrer Krankheit umgehen, obwohl man immer wieder hört, dass Diabetiker aus Angst, die Nachbarn könnten davon erfahren, nicht in Selbsthilfegruppen gehen, darüber kann Uphoff nur spekulieren. "Es ist anzunehmen, dass selbstbewusste Diabetiker, die zu ihrem Diabetes stehen, Informationsquellen intensiver nutzen." Und vielleicht macht Uphoffs offener Umgang mit dem eigenen Diabetes auch manchem DiabSite-Nutzer Mut, sich als Diabetiker nicht zu verstecken.

Im Rahmen der Umfrage konnten die Teilnehmer das Diabetes-Portal DiabSite nach Schulnoten bewerten. Insgesamt bekam der Internetauftritt beachtlich gute Schulnoten. 90 Prozent vergab die Noten "sehr gut" und "gut". Auch im Vergleich zu anderen Diabetes-Seiten schnitt die DiabSite sehr gut ab: Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer fanden sie "besser" oder sogar "wesentlich besser".

Dieses Ergebnis ist für die DiabSite-Redaktion Lob und Ansporn zugleich. "Die Angaben der Umfrageteilnehmer haben dazu geführt, dass es auf der DiabSite noch mehr Forschungsnachrichten und im DiabSite Diabetes-Radio (www.diabetes-radio.de) zahlreiche Experten-Interviews vom Diabetes-Kongress in Hamburg gibt", erklärt Uphoff, die sich an dieser Stelle bei allen Teilnehmern und der Freien Universität Berlin herzlich für ihr Interesse an der Umfrage bedankt. "Geplant ist außerdem, ein neuer Bereich mit praktischen Diabetes-Tipps", so Uphoff weiter. "Denn die Besucher - Diabetiker, Nicht-Diabetiker und Diabetes-Profis - werden auch künftig im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen."

Bildunterschrift: Startseite des Diabetes-Portals DiabSite
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

Autor: hu ; zuletzt bearbeitet: 14.10.2007 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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