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Neue Diabetestechnologien für Kinder weltweit

Die Fortschritte in der Diabetestherapie sind längst noch nicht überall angekommen

Kontinuierliche Versorgung mit Insulin ist lebensnotwendig für alle Menschen mit Diabetes Typ 1 und für einige mit Diabetes Typ 2. Eines der Ziele der International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes (ISPAD) ist, Kinder und Jugendliche mit Diabetes weltweit an neuen Fortschritten und Entwicklungen in der Therapie teilhaben zu lassen.

Die Voraussetzungen dafür sind sehr unterschiedlich: In vielen Teilen der Welt wäre es schon ein großer Fortschritt, wenn erkrankte Kinder ausreichend und regelmäßig Insulin erhalten. In anderen Ländern sind dagegen neue technische Entwicklungen wie Insulinpumpen und neue Insuline Teil der Therapien. Auf der diesjährigen ISPAD-Tagung in Berlin werden internationale Experten Daten präsentieren, wie neue Technologien und Therapiekonzepte weltweit die Behandlung von Kindern mit Diabetes verbessern.

Neue Technologien wie beispielsweise die Insulinpumpentherapie können vorteilhaft im Vergleich mit anderen Insulintherapien sein. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Kinder und Heranwachsende davon profitieren können: Für kleine Kinder mit schwer einschätzbaren Essgewohnheiten ist die flexible Dosierung besonders wichtig. Und eine weitere Untersuchung mit Jugendlichen zeigte, dass Pumpenträger ebenfalls bessere Blutzuckerwerte haben und außerdem weniger psychische Probleme aufgrund der Insulintherapie entwickeln.

Neue Entwicklungen gibt es auch bei Insulin, die Vorteile gegenüber älteren Insulinarten bieten: Kurzwirksame Insuline ermöglichen heute eine sehr schnelle Wirkung des Insulins im Körper. Langwirksame Insuline halten den Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum hinweg nachts konstant, ohne dass zwischendurch Insulin zugeführt werden muss. Allerdings kosten diese neuen Entwicklungen mehr, so dass weltweit nicht alle Menschen mit Diabetes darauf zurückgreifen können.

"Sicherzustellen, dass alle Kinder und Heranwachsende mit Diabetes weltweit regelmäßig und ausreichend Insulin erhalten, ist eine der größten Herausforderungen der Diabetesgemeinschaft", betont Ragnar Hanas, MD, PhD, Department of Pedriatics, Uddevalla Hospital, Schweden. "Dort, wo sich der Lebensstandard verbessert, können auch Technologien wie die Insulinpumpe in die Diabetesbehandlung integriert werden." Hanas ist einer der Referenten der ISPAD-Pressekonferenz am Donnerstag, den 27. September 2007, in Berlin. Er und weitere internationale Experten werden dort über neue wissenschaftliche Erkenntnisse berichten und wie diese in die Praxis umgesetzt werden können. Ein weiterer Schwerpunkt wird am 27. September die altersgerechte Schulung von Kindern mit Diabetes sein.

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zuletzt bearbeitet: 24.09.2007 nach oben

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