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Elektronische Gesundheitskarte nimmt Online-Hürde

Techniker Krankenkasse demonstriert Herzstück der elektronischen Gesundheitswelt von morgen

Man kann ihn nicht sehen, fühlen oder anfassen, doch ohne den sogenannten Versichertenstammdatendienst geht bei der elektronischen Gesundheitskarte nichts. Heute fielen in Aachen die Würfel für ein System, dass künftig alle Veränderungen der Versichertendaten Online möglich macht - das Herzstück der elektronischen Gesundheitswelt von morgen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt überzeugte sich heute vor Ort persönlich davon, dass die Online-Aktualisierung der Karten bei der Techniker Krankenkasse (TK) unter Laborbedingungen bereits funktioniert: "Ich freue mich, dass hier in Aachen eine wesentliche Grundlage für den nächsten Schritt in ein vernetztes Gesundheitswesen gelegt wird, und wünsche mir, dass dies so schnell wie möglich unter Echtbedingungen getestet wird", so die Ministerin.

Wenn sich künftig die Adresse ändert oder sich ein Patient in ein Versorgungsprogramm seiner Krankenkasse einschreibt, sorgt das neue System dafür, dass die Daten schnell und sicher von den unterschiedlichen Computersystemen übertragen werden - von der Krankenkasse bis zum Arzt oder Krankenhaus. Aufwändige Verschlüsselungen und besonders gesicherte Datenleitungen verhindern dabei, dass Unbefugte auf die Daten zugreifen können.

"Die Bereitstellung aktueller Versichertendaten ist eine Schlüsselaufgabe bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für jede Krankenkasse, denn ohne den Online-Anschluss müssten die Karten bei jeder Änderung wie bisher ausgetauscht werden", sagte Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des Vorstandes der Techniker Krankenkasse, bei der Präsentation des Programms. Er hob hervor, dass die TK dabei auf das Know-how und die Lösung Worldline eGK KAMS des Unternehmens Atos Worldline im Sicherheitsmanagement zurückgreifen kann, gleichzeitig aber die Versichertendaten weiterhin in der TK verbleiben.

Atos Worldline (4.000 Mitarbeiter) hatte im Mai nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag der TK (6,1 Millionen Versicherte) für die erforderlichen Software- und Trustcenterleistungen erhalten: Erik Munk Koefoed: "Wir freuen uns, unsere langjährigen internationalen Erfahrungen im Bankenbereich nun von Aachen aus auch für das deutsche Gesundheitswesen nutzbar zu machen", sagte der Atos Worldline-Geschäftsführer während des Besuchs der Ministerin.

zuletzt bearbeitet: 09.07.2007 nach oben

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