Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2007 > 070625

Europäische Kommission erteilt die Zulassung für eine tägliche Dosierung von Tadalafil in der Therapie der Erektilen Dysfunktion

Pressemitteilung: Eli Lilly and Company

Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Prostatakrebs zählen zu den häufigsten Ursachen für Erektionsstörungen

Lilly (NYSE: LLY) gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die Zulassung für Tadalafil, einen PDE5-Hemmer zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion (ED), in der täglichen Dosierung von 2,5 mg und 5 mg erteilt hat. Die Zulassungsentscheidung folgt auf eine positive Beurteilung des Europäischen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMEA vom 26. April 2007. Lilly rechnet mit einer Markteinführung in ausgewählten Ländern in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Diese wird sich 2008 in der weiteren EU fortsetzen.

Tadalafil ist in den Dosierungen 10 mg und 20 mg seit November 2002 für die Bedarfsmedikation der ED in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zugelassen.

"Mit der Zulassung von Tadalafil für die tägliche Gabe ist zum ersten Mal ein orales verschreibungspflichtiges Medikament verfügbar, das Männern eine kontinuierliche Behandlung der ED ermöglicht", so Abbas Hussain, President European Operations bei Lilly.

Die Europäische Kommission gründet ihre Entscheidung auf die Überprüfung und Auswertung einer umfassenden Datensammlung über die tägliche Dosierung von Tadalafil. Die Daten beinhalten Ergebnisse von drei randomisierten, doppelblinden, Plazebo-kontrollierten Phase III Studien. [1,2,3]

Über ED

ED ist definiert als die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und beizubehalten. Es wird geschätzt, dass 2004 ungefähr 189 Millionen Männer weltweit unter ED litten. [4,5] Experten gehen davon aus, dass 80 bis 90 Prozent der ED-Fälle physisch oder medizinisch bedingt sind, zum Beispiel durch Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen und die Behandlung von Prostatakrebs, während 10 bis 20 Prozent psychische Gründe haben. [6,7] In vielen Fällen tragen allerdings sowohl psychische als auch physische Faktoren zur ED bei. [8]

Quellen

  1. Porst H et al. Evaluation of the Efficacy and Safety of Once-a-Day Dosing of Tadalafil 5 mg and 10 mg in the Treatment of Erectile Dysfunction: Results of a Multicenter, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Eur Urol 2006;50:351-359.

  2. Rajfer J et al. Tadalafil dosed once a day in men with erectile dysfunction: a randomized, double-blind, placebo-controlled study in the US. Int J Impot Res 2007;19:95-103.

  3. Brock G et al. Tadalafil administered once a day is efficacious and well tolerated for treating erectile dysfunction in men with diabetes mellitus. 9th Congress of the European Society for Sexual Medicine (ESSM), Vienna, 3.-6. Dezember 2006.

  4. Feldman HA, Goldstein I, Hatzichristou DG, Krane RJ. Impotence and its Medical and Psychosocial Correlates: Results of the Massachusetts Male Aging Study. Journal of Urology 1994;151:54-61.

  5. Population Projection Program of United Nations 2002 Review (indirekte Standardisierung).

  6. Shabsigh R. Back To Great Sex: Overcome ED and Reclaim Lost Intimacy. New York: Kensington 2002.

  7. Diseases and Conditions: Impotence, http://www.urologyhealth.org/. Letzter Zugang 20.11.2003.

  8. TF. Erectile Dysfunction. N Engl J Med 2000;342:1802-1813.

zuletzt bearbeitet: 25.06.2007 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Lasar Liepins

Lasar Liepins

Weitere Angebote:

Diabetes- und weitere Infos in Fremdsprachen

Angesichts der vielen Flüchtlinge zeigt DiabSite, wo es Diabetes- und weitere Gesundheitsinfos auf Arabisch, Persisch, Russisch etc. gibt.