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Gesundheitsreform greift auch bei Effizienz und Qualität zu kurz

Pressemitteilung: Hans-Böckler-Stiftung

Expertise von Essener Gesundheitsökonomen

Im Gesundheitssystem sind Reformen nicht nur auf der Einnahmeseite notwendig, sondern auch bei den Ausgaben. Denn das deutsche Medizinwesen erzielt bei hohen Kosten nur mittelmäßige Ergebnisse, wie internationale Studien zeigen. Die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung bietet einige positive Ansatzpunkte für mehr Wettbewerb, der zu mehr Qualität und Effizienz bei den medizinischen Leistungen führt. Allerdings greifen die Regelungen zu kurz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe um Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen in einer aktuellen Expertise für die Hans-Böckler-Stiftung.

"Insbesondere ist ein halbwegs geschlossenes Wettbewerbskonzept nach wie vor nicht erkennbar", schreiben die Gesundheitsökonomen. Daher sei das "Wettbewerbsstärkungsgesetz" der großen Koalition auch auf der Ausgabenseite nur "sehr eingeschränkt dazu geeignet, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhöhen". Die Wissenschaftler untersuchten, ob die Gesundheitsreform die Voraussetzungen für einen echten Qualitätswettbewerb schafft. Dazu müsste sie in zentralen Punkten Fehlsteuerungen beseitigen. Die wichtigsten Befunde:

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 16.11.2006 nach oben

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