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Diabetes: Jeder Fünfte misst heimlich

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Diskretion beim Blutzuckermessen und Insulinspritzen empfohlen

Die Mehrzahl der Menschen, die Diabetiker beim Blutzuckermessen oder Insulinspritzen beobachten, kennt nicht den Grund dieser für den Zuckerkranken alltäglichen Handlung. Bei einer österreichischen Studie gaben fast zwei Drittel der befragten Diabetiker an, Fremde in der Öffentlichkeit reagierten mit neugierigen Blicken, wenn sie sich Insulin spritzen. Jeder Fünfte zieht sich für die Messung und die Spritzen lieber auf die Toilette zurück oder misst ausschließlich zu Hause. Dies berichtet die "Neue Apotheken Illustrierte" in ihrer Ausgabe vom 15. November 2006.

Mit dem Messen und Spritzen in der Öffentlichkeit will ein Diabetiker ja alles andere, als seine Umwelt provozieren. Den Blutzucker muss er nun mal messen, zum Beispiel vor der Mahlzeit oder wenn er sich nicht gut fühlt. Und den Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit - und damit die benötigte Insulindosis - kann er nur abschätzen, wenn er gesehen hat, wie voll der Koch den Teller gefüllt hat.

Den Blutzucker messen oder das Insulin spritzen kann man durchaus am Tisch. Doch sollte man es möglichst diskret tun - so wie man sich ja auch die Nase möglichst unauffällig putzt. Das Messgerät oder den Pen nach der Benutzung wieder vom Tisch verschwinden lassen. Teststreifen und Injektionsnadeln sollte man natürlich auch nicht unbedingt im Aschenbecher oder - noch schlimmer - im Weinkühler entsorgen, sondern besser in einer kleinen Schachtel, einem Tütchen oder einem Taschentuch.

zuletzt bearbeitet: 14.11.2006 nach oben

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