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"Novo Nordisk macht mobil"

Pressemitteilung: Novo Nordisk Pharma GmbH

Eine Initiative für mehr Bewegung

Zu wenig Bewegung und falsche Ernährung sind im wesentlichen die Hauptrisikofaktoren für das drastische Ansteigen der Prävalenz von Adipositas und Typ-2-Diabetes. Sicher ist auch, dass bei Patienten mit bereits manifestem Typ-2-Diabetes die Blutzuckerwerte durch Bewegung positiv beeinflusst und vielfach sogar Medikamente in ihrer Dosierung reduziert werden können.

Die Kombination gesunde Ernährung und Bewegung kann bei Menschen mit einer gestörten Glukosetoleranz das Auftreten von Diabetes mellitus Typ 2 verhindern bzw. deutlich hinauszögern. Nur fehlt es häufig an Konzepten, Menschen mit Übergewicht oder Typ-2-Diabetes an eine gesunde Lebensweise heranzuführen und diese auch noch langfristig beizubehalten. Hier setzt die Initiative "Novo Nordisk macht mobil" an: Diabetesberaterinnen und Ärzte können sich als Nordic Walking Lehrer ausbilden lassen und erhalten Anregungen für die Umsetzung des Bewegungskonzepts in die Praxis.

Übergewicht kann langfristig zu einem drastischen Anstieg der Prävalenz von Typ-2-Diabetes und einem metabolischem Syndrom führen. Das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes steigt dabei mit zunehmendem Gewicht. Bei bereits bestehendem Typ-2-Diabetes ist jedes Kilo Gewichtsverlust assoziiert mit einer höheren Lebenserwartung von drei bis vier Monaten.[*] Auch eine Gewichtsreduktion bei Diabetes-Patienten mit einem BMI unter 25 kg pro m2 hin zu Idealwerten von 22 kg pro m2 scheint vorteilhaft zu sein.

Eine weitere Studie konnte zeigen, dass kardiovaskuläre Komplikationen bei Diabetes-Patienten mit zunehmendem Gewicht stark ansteigen. Zudem lässt eine Gewichtsabnahme von etwa 5 kg eine Verbesserung des HbA1C-Wertes um etwa 1 % erwarten. Ausreichend Gründe, dass Typ-2-Diabetiker und Menschen mit Adipositas auf eine gesunde Lebensweise umschwenken sollten. Die Praxis zeigt aber, dass die meisten Bemühungen, diese Patienten zu motivieren, keine Nachhaltigkeit aufweisen.

Gemeinsam zum Ziel

Die Initiative "Novo Nordisk macht mobil" zielt auf eine Teambildung zwischen Arzt, Diabetesberaterin und dem Patienten, um so übergewichtige Menschen zu motivieren, sich dauerhaft mehr zu bewegen und so ihre Pfunde nicht "abzusitzen", sondern "abzulaufen". Dabei steht das Praxisteam als kompetenter Partner an der Seite des Patienten.

Von der Nordic Walking Gesundheits-Akademie speziell als Nordic Walking Lehrer ausgebildete Diabetesberaterinnen oder Ärzte sind die Kursleiter für die Nordic Walking Kurse und weiterführende wöchentliche Nordic Walking Treffs. Die fachliche Begleitung des Arztes und der Diabetesberaterin motiviert die Patienten mit einem sportlichen Training zu beginnen und auch langfristig zum Erfolg zu kommen.

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Fortbildung und Patienten-Materialien

Um sich die Voraussetzungen anzueignen, den Patienten dieses gesundheitsorientierte Bewegungstraining anbieten zu können, werden derzeit bundesweit Fortbildungen für Ärzte und Diabetesberaterinnen von Novo Nordisk in Kooperation mit der Nordic Walking Gesundheits-Akademie (NWGA) veranstaltet. Diabetesberaterinnen können sich in einem zweitägigen Seminar direkt zum Nordic Walking Lehrer ausbilden lassen. Für Ärzte besteht die Möglichkeit, an einer wissenschaftlichen Fortbildung zur Bedeutung von Bewegung für Menschen mit Übergewicht und Typ-2-Diabetes teilzunehmen, optional kombiniert mit einer Ausbildung zum Nordic Walking Lehrer.

Zusätzlich bekommen Ärzte auf Wunsch für Patienten, die an ihren Nordic Walking Kursen teilnehmen, umfangreiche Unterlagen zur Verfügung gestellt: Ein Dokumentationsheft für die Eintragung verschiedener Messwerte wie Blutzucker und Gewicht, eine Patientenbroschüre als Informations- und Motivationshilfe sowie einen Schrittzähler, der genau dokumentiert und damit Bewusstsein schafft, wie viel man sich bewegt.

Ärzte oder Diabetesberaterinnen, die Interesse an der Teilnahme an den Fortbildungen haben, können sich direkt an die Veranstaltungsorganisation med update GmbH wenden (Tel. 0611-736580) Fax: 0611-7365810; Ansprechpartnerin Frau Anne Langbehn).

Insulindetemir führt zu einer signifikant geringeren Gewichtszunahme Neben Bewegung und Ernährung spielen auch die zur Therapie eingesetzten Substanzen eine wesentliche Rolle. Nicht unter jedem Therapeutikum ist eine Gewichtsabnahme realisierbar, einige führen zu Beginn der Therapie sogar zu einer deutlichen Gewichtszunahme - wie etwa die Behandlung mit NPH-Insulinen.

In aktuellen Studien konnte gezeigt werden, dass Insulindetemir (Levemir® im FlexPen®) bei Patienten mit Typ-1-Diabetes zu keiner Gewichtszunahme und bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zu einer wesentlich geringeren Gewichtszunahme führt als NPH-Insulin. Hermansen et al. untersuchten die Entwicklung von Gewicht und die Blutzuckereinstellung bei insgesamt 475 Patienten mit Typ-2-Diabetes. Nach einer sechsmonatigen Therapie nahmen die eingeschlossenen Patienten unter NPH-Insulinen 2,8 g und unter Insulindetemir hingegen durchschnittlich nur 1,2 kg zu.

Setzt man die Gewichtszunahme während der Therapie in Relation zu dem BMI am Anfang der Studie, fällt auf, dass besonders übergewichtige Patienten von Insulindetemir (Levemir® im FlexPen®) profitieren. Woran die geringe Beeinflussung des Gewichts durch Insulindetemir im Vergleich zu NPH Insulin liegt, wird derzeit in klinischen Studien untersucht. Gerade für Patienten, die befürchten, unter einer Insulintherapie zu stark zuzunehmen und Patienten, die bereits unter Übergewicht leiden, stellt Insulindetemir eine vorteilhafte Therapieoption dar.

* Quelle: Lean, M. E. J., Powrie, J. K., Anderson, A. S., Garthwaite, P. H.: Obesity, Weight Loss and Prognosis in Type 2 Diabetes. Diabetic Medicine, 1990: 7: 228-233.

zuletzt bearbeitet: 03.11.2006 nach oben

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