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Diabetes: Folgeerkrankungen nehmen zu

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Diabetes wird zu spät erkannt und trotzdem gibt es immer mehr Typ-2-Diabetiker

Trotz modernster Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Diabetes nimmt die Zahl diabetischer Folgerkrankungen immer mehr zu. Davor warnt die Fachärztin für Innere Medizin und Diabetelogin Dr. med. Ingrid Helmstädter in einem Beitrag der "Neue Apotheken Illustrierte" vom 1. Oktober 2006.

Einer der Gründe für die Zunahme sei simpel, so die Expertin: Es gibt immer mehr Typ-2-Diabetiker, bei denen sich die Stoffwechselkrankheit vor allem durch Bewegungsmangel und Übergewicht entwickelt habe. Außerdem weist Helmstädter auf die große Zahl unerkannter Fälle hin. Auf jeden diagnostizierten Diabetiker komme ein nicht erkannter Fall.

Und ohne eine Diagnose bleibt die Krankheit natürlich unbehandelt - mit allen Folgen. Dazu gehören der diabetische Fuß, das erhöhte Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Krankheiten oder für Nerven- und Nierenschäden. "Bei verbesserter Blutzuckereinstellung", betont Helmstädter, "können sich die Folgeerkrankungen teilweise wieder zurückbilden, auf jeden Fall lässt sich ihr Fortschreiten stoppen".

Eine Möglichkeit, an die notwendigen Untersuchungen zu erinnern und sie gut zu dokumentieren, ist der blaue Gesundheitspass Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), den es seit 1994 gibt. Der Pass ist beispielsweise in diabetologischen Schwerpunktpraxen, in vielen Kliniken oder über Krankenkassen zu bekommen. Durch die Daten in dem Pass erfahren alle an der Behandlung eines Patienten beteiligten Ärzte, was bei ihm bereits alles untersucht wurde und mit welchem Ergebnis.

Ergänzender Hinweis der DiabSite-Redaktion:
Und weil der Gesundheitspass Diabetes auch im Notfall wichtig ist, gehört er nicht in die Schublade, sondern in die Handtasche!

zuletzt bearbeitet: 29.09.2006 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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