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Alarm für Herz und Gefäße: Cardio-Diabetes

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Häufig hohe Blutzuckerwerte schädigen die Gefäße und erhöhen das Herzinfarktrisiko

Bei der Diagnose Diabetes denkt man nicht gleich an Herz und Gefäße. Genau dort aber lauert die Gefahr der Zuckerkrankheit. Denn wiederholte Blutzuckerspitzen schädigen die Blutgefäße.

Sie leisten der Arteriosklerose und mit ihr dem Herzinfarkt Vorschub, berichtet die "Neue Apotheken Illustrierte" in ihrer Ausgabe vom 15. September 2006. Inzwischen sprechen Mediziner bereits von einem Cardio-Diabetes. Experten gehen davon aus, dass sich in Deutschland jährlich als Komplikation eines Diabetes mindestens 40.000 tödliche Herzinfarkte ereignen.

Diabetes und Herz Kreislauferkrankungen hängen eng miteinander zusammen. "Drei von vier Typ-2-Diabetikern sterben infolge einer Herzerkrankung, meist durch einen Herzinfarkt«, warnt Professor Dr. Diethelm Tschöpe vom Herz und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen. Rund 40 Prozent aller Diabetiker haben Durchblutungsstörungen des Herzens, ohne dies durch Beschwerden zu merken. Untersucht man die EKG-Befunde von Diabetikern, schlagen sie doppelt so häufig Alarm wie bei ansonsten Gesunden.

Ferner wissen Ärzte wie Tschöpe, dass Männer mit Diabetes ein rund doppelt so hohes und Frauen mit Diabetes sogar ein vierfach erhöhtes Risiko gegenüber der Normalbevölkerung haben, durch einen Herztod zu versterben.

zuletzt bearbeitet: 14.09.2006 nach oben

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