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The Look Closer Coalition

Pressemitteilung: pressetext.deutschland

Verbesserte Patientenaufklärung über die Hauptursachen von Herzinfarkten und Schlaganfällen ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Todesursache Nr. 1 in der Welt

Heute wurde von einer Allianz führender Herzkrankheit-, Schlaganfall- und Diabetes-Organisationen aus aller Welt, der Look Closer-Koalition, ein internationaler, bahnbrechender Bericht, "Look Closer" [Sehen Sie es sich näher an], veröffentlicht. Er warnt, dass Patienten zu wenig über Herz- und Gefäßkrankheiten aufgeklärt werden, wodurch die Bemühungen zur Verringerung der Todesfälle durch Herzinfarkte und Schlaganfälle behindert werden.

Die Look Closer-Koalition hebt Lücken im Wissen der Patienten und in den Möglichkeiten der Ärzte hervor, Patienten mit hohem Risiko, kardiovaskulär zu erkranken, über den Herzinfarkten und Schlaganfällen zu Grunde liegenden Krankheitsverlauf aufzuklären. Laut dem Look Closer-Bericht befolgen Patienten wegen ihrer fehlenden Kenntnisse über die komplizierte und ganzheitliche Natur des Krankheitsverlaufs Präventivmaßnahmen nur schlecht, was die Behandlung von Herzinfarkten und Schlaganfällen seitens der Ärzte behindert.

Eine internationale Umfrage unter über 800 Ärzten - die "Cardiovascular Health Outcomes: Issues in Communication and Education" [Ergebnisse zur kardiovaskulären Gesundheit: Probleme bei der Kommunikation und Aufklärung] (CHOICE)-Umfrage, die speziell für diesen Bericht in Auftrag gegeben wurde - ergab, dass Ärzte den zu Grunde liegenden Krankheitsverlauf, der Herzinfarkte bzw. Schlaganfälle verursacht, nur selten diskutieren, wobei ein Viertel das Thema bei Patientenberatungen fast nie anspricht [1]. Stattdessen konzentrieren sie sich auf individuelle Risikofaktoren wie Bluthochdruck und hohen Cholesterinspiegel [1].

Insbesondere diskutieren die Ärzte nur selten die Hauptursache von Herzinfarkten und Schlaganfällen, die Verstopfung von Arterien, mit ihren Patienten. Laut der Look Closer-Koalition liegt die Ursache in dem Mangel an gemeinsamer Sprache und Verständnis zwischen Ärzten und Patienten, wodurch die Beschreibung dieses komplizierten Krankheitsverlaufs ermöglicht würde, sowie an einem Mangel an Ressourcen, mit deren Hilfe die Ärzte die Krankheit mit ihren Patienten diskutieren könnten. Die CHOICE-Umfrage ergab, dass 7 von 10 Ärzten tatsächlich nach zusätzlichen Aufklärungsmaterialien fragen, die ihnen bei der Diskussion der Herz- und Gefäßkrankheiten mit ihren Patienten helfen würden [1].

Dr. Erin Lalor, die Hauptgeschäftsführerin der National Stroke Foundation von Australien und ein Mitglied der Look Closer-Koalition, erklärte: "Patienten können zu Präventivmaßnahmen motiviert werden, wenn sie verstehen, wie sich die Herz- und Gefäßkrankheiten in ihrem Körper entwickeln. Wenn Patienten über den Krankheitsverlauf und über den Grund, warum er zu Herzinfarkten bzw. Schlaganfällen führen kann, Bescheid wissen, realisieren sie leichter die Bedeutung der Präventivmaßnahmen, die ihr Arzt ihnen empfiehlt."

Laut dem Bericht verstärken die Kompliziertheit des Krankheitsverlaufs und der Mangel an vorhandenen vereinfachten Materialien zur Erklärung der zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führenden Krankheiten die Lücken im Verständnis der Patienten. Um diese Lücken zu schließen, gründeten sanofi-aventis und Bristol-Myers Squibb eine Koalition von Organisationen aus aller Welt, die Erfahrungen mit der Aufklärung von Patienten und Ärzten über die Herz- und Gefäßkrankheiten besitzen, mit dem Namen "Look Closer"-Koalition. Sie sollte einen neuen und einfachen Weg zur Erklärung der Krankheit finden.

Der Bericht enthält Einzelheiten zu dieser vereinfachten Methodik. Er beschreibt, wie durch einen über mehrere Jahre fortschreitenden Aufbau von Fettablagerungen, die wiederum die Arterienwände beschichtende Plaques bilden, arterielle Blutpfropfen entstehen, die Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen. Die Blutpfropfen sind das Produkt von Einrissen in den Plaques, ähnlich wie Wundschorf auf der Haut. Diese Pfropfen können den Blutfluss verringern, sodass entweder das Herz oder das Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff bekommen. Im ersteren Fall handelt es sich um einen Herzinfarkt, im letzteren um einen Schlaganfall. Die Look Closer-Koalition hat diesen neuen Ansatz benutzt, um Materialien zur Aufklärung von Patienten zu entwickeln, die die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten erleichtern.

In ihrem Bericht führt die Look Closer-Koalition bestimmte Maßnahmen auf, um die Patientenaufklärung zu verstärken, sodass die präventive Behandlung bei Herzinfarkten und Schlaganfällen verbessert werden kann.

  1. Alle Ärzte, die Patienten mit einem hohen Risiko von Herzinfarkten bzw. Schlaganfällen behandeln, sollten mit den Aufklärungsmaterialien versehen werden, die gewährleisten, dass sie ein klares und auf dem neuesten Stand befindliches Verständnis des zu Grunde liegenden Krankheitsverlaufs besitzen.

  2. Allgemeinmediziner müssen alle Patienten, die Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiken aufweisen, entsprechend aufklären und mit ihnen diskutieren, wie und warum die Herz- und Gefäßkrankheiten Herzinfarkte und Schlaganfälle verursacht.

  3. Ärzte müssen die Informationen über den zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führenden Krankheitsverlauf benutzen, um Hoch-Risiko-Patienten aufzuklären und damit die Notwendigkeit der empfohlenen Änderungen in der Lebensweise und der Einhaltung von Behandlungen dringend machen, die das Risiko verringern, Herzinfarkte bzw. Schlaganfälle zu erleiden.

"Es dämmerte mir nie, dass ich in Bezug auf einen Herzinfarkt zu den Hoch-Risiko-Fällen gehörte. Als mir die Diagnose Diabetes gestellt wurde, ein Hauptrisikofaktor für die Herz- und Gefäßkrankheit, erklärte mein Arzt mir, wie ich den Diabetes kontrollieren konnte, aber er klärte mich nie über den Gesamtkrankheitsverlauf auf, der in meinem Körper ablief. Hätte mir jemand diese Art von Aufklärung gleich zu Anfang gegeben, wäre ich motivierter gewesen, meinen Lebensstil zu ändern, was den Herzinfarkt hätte verhindern können." Ross Devlin, 60 Jahre aus Toronto, erlitt seinen ersten Herzinfarkt 1991 und erlitt seitdem zwei weitere.

Für Ärzte hat die Look Closer-Koalition neue Materialien entwickelt, darunter ein Arztposter, das es dem Arzt ermöglicht, den Krankheitsverlauf in einfachen Worten zu erläutern, sodass die Patienten schnell ein klares Verständnis ihres Zustandes und der Bedeutung von das Risiko senkenden Maßnahmen erhalten.

Dr. Alan Bell, ein Allgemeinmediziner am Keele Medical Centre in Kanada und Mitverfasser des Look Closer-Berichts sowie ein Mitglied der Look Closer-Koalition erklärt: "Obwohl es für Allgemeinmediziner an vorderer Stelle rangiert, über neueste Entwicklungen im Bereich Herz- und Gefäßkrankheit immer auf dem Laufenden zu sein, ist es ihnen nicht immer möglich. Ärzte brauchen Unterstützung, um zu gewährleisten, dass sie sowohl entsprechendes Wissen als auch entsprechende Informationsmaterialien besitzen, um diesen komplizierten Krankheitsverlauf mit ihren Patienten einfach und präzise diskutieren zu können."

Herzkrankheit und Schlaganfall sind die führenden Ursachen für Tod und Behinderung, und die Zahlen werden in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch ansteigen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass bis 2020 über 20 Millionen Menschen und bis 2030 über 24 Millionen an Herz- und Gefäßkrankheiten sterben werden.

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Hintergrundinformationen

Informationen über die Look Closer-Koalition

Die Look Closer-Koalition umfasst die folgenden Organisationen:

Die deutsche Gefäßliga
The French Diabetes Association (AFD), Frankreich
The French Stroke Association (AVC), Frankreich
Diabetes UK, Großbritannien
The Federation of Diabetes (FEDE), Spanien
The National Stroke Foundation, Australien
Stroke Recovery Canada, Kanada

Informationen über den Look Closer-Bericht

Der Look Closer-Bericht wurde von der Look Closer-Koalition, einer internationalen Gruppe führender Interessenvertretungen von Patienten im Bereich Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes veröffentlicht. Er enthält Stellungnahmen von Professor Curt Diehm, Gefäßspezialist und Präsident der deutschen Gefäßliga; Dr. Erin Lalor, Hauptgeschäftsführerin der National Stroke Foundation von Australien; und Dr. Alan Bell, einem Allgemeinmediziner am Keele Medical Centre in Kanada. Der Look Closer-Bericht beschäftigt sich mit folgenden wichtigen Bereichen:

Quellen

  1. Die CHOICE-Umfrage bei 814 Allgemeinmedizinern in 7 Ländern. September 2005. Harris Interactive.
  2. The Atlas of Heart Disease and Stroke [Der Atlas für Herzkrankheiten und Schlaganfälle]. World Health Organization [Weltgesundheitsorganisation], 2004.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von pressetext.deutschland.

zuletzt bearbeitet: 04.09.2006 nach oben

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