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Sieben und fünf sind zwanzig

Bei der Vererbung stimmt die einfache Mathematik nicht

Leidet ein Vater am Diabetes vom Typ-1, beträgt das Risiko für sein Kind, ebenfalls zuckerkrank zu werden, bis zu sieben Prozent. Bei einer am Diabetes erkrankten Mutter liegt das Risiko des Kindes nur bei bis zu fünf Prozent.

Leider kann man diese Zahlen nicht einfach zusammenzählen, um das Risiko zu ermitteln, wenn beide Eltern die Stoffwechselkrankheit besitzen. Dann nämlich ist es mit zwanzig Prozent deutlich höher, erklärt Privatdozentin Dr. med. Ute Schäfer-Graf im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".

Zwar seien heute bestimmte Vererbungsmerkmale bekannt, welche die Entstehung eines Typ-1-Diabetes begünstigen. "Warum aber nicht jedes Kind mit der entsprechenden genetischen Veranlagung einen Typ-1-Diabetes bekommt, weiß man dagegen noch nicht genau", berichtet Schäfer-Graf. Wissenschaftler vermuten, dass auch Umweltfaktoren wie Viren und Bestandteile der Ernährung eine Rolle spielen.

zuletzt bearbeitet: 28.07.2006 nach oben

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