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60 Jahre Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke

Im Focus steht heute die Erforschung der ernährungsbedingten Faktoren für die Entstehung von Adipositas, Diabetes und Krebs

Am 10. Juni 1946 genehmigte die sowjetische Militäradministratur deutschen Wissenschaftlern in Potsdam-Rehbrücke ein Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaften aufzubauen. Damit war der Grundstein für 60 Jahre erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der Ernährung gelegt, eine Tradition, die seit fast 15 Jahren vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) fortgesetzt wird.

1946 standen die Idee einer Institutionalisierung der Ernährungsforschung sowie das Streben nach einer Verknüpfung von Ernährungs- und Lebensmittelforschung im Vordergrund. In den darauf folgenden Jahren schwankte dann der Focus immer wieder in Abhängigkeit von den staatlichen Anforderungen zwischen ernährungs- und lebensmittelwissenschaftlicher Forschung. Am Zentralinstitut für Ernährung, wie das Institut von 1969 bis 1991 hieß, waren in den 80er Jahren die wissenschaftlichen Arbeiten zum überwiegenden Teil auf die Lebensmittelforschung ausgerichtet. Zu den besonderen Leistungen dieser Zeit zählt beispielsweise die Entwicklung einer Muttermilch-analogen Säuglingsnahrung (Manasan).

Der Forschungsschwerpunkt des DIfE, das 1992 aus dem Zentralinstitut für Ernährung hervorgegangen ist, liegt heute bei der Aufklärung der molekularen Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, mit dem Ziel, neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Die Grundlagen dafür erarbeiten die am DIfE tätigen Wissenschaftler in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einem breiten naturwissenschaftlichen, medizinischen und epidemiologischen Methodenspektrum. Das Institut konzentriert sich besonders auf die zurzeit wichtigsten Erkrankungen, an deren Entstehung ernährungsbedingte Faktoren beteiligt sein können: Adipositas, Diabetes und Krebs.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 84 außeruniversitäre Forschungsinstitute und forschungsnahe Serviceeinrichtungen. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Sie sind von überregionaler Bedeutung und werden von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de.

zuletzt bearbeitet: 09.06.2006 nach oben

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Dr. phil. Axel Hirsch

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