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Marion Caspers-Merk: mehr Aufmerksamkeit und mehr koordiniertes Handeln im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes

Bundesministerium für Gesundheit unterstützt das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus (NAFDM)

Auf der heutigen 1. Vollversammlung des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (NAFDM) in Berlin spricht die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merk, ein Grußwort. Das 2004 gegründete Forum wird vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützt und hat sich bis heute zur wichtigsten Gemeinschaftsinitiative im Bereich des Diabetes mellitus entwickelt.

Marion Caspers-Merk: "In Deutschland leiden mindestens vier Millionen Menschen an einem diagnostizierten Diabetes mellitus. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer, die von Experten auf rund zwei Millionen Menschen geschätzt wird. In der Zukunft ist besonders aufgrund der demographischen Entwicklung mit einem deutlichen Anstieg an Typ-2-Diabetes zu rechnen. Hinzu kommt die steigende Zahl an Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht und Bewegungsmangel durch eine ungesunde Lebensweise. Hierdurch ist eine weitere Zunahme an Typ-2-Diabetes zu befürchten. Dieser Entwicklung müssen wir vorbeugend entgegenwirken.

Wir brauchen viele Mitstreiter, damit dieser Herausforderung begegnet werden kann. Die vielfältigen Initiativen, Programme und Konzepte unterschiedlichster staatlicher und nichtstaatlicher Stellen müssen gebündelt werden, um ein gemeinsames, koordiniertes und zielorientiertes Handeln aller Akteure zu erreichen. Deshalb unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit das Nationale Aktionsforum Diabetes mellitus (NAFDM). Dieses Aktionsforum hat sich in kurzer Zeit als ein Netzwerk von hoher Kompetenz etabliert, das breite Anerkennung findet. Die 1. Vollversammlung ist daher nicht nur ein wichtiger Meilenstein für das NAFDM, sondern auch für den gesamten Bereich Diabetes mellitus. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die gesundheitspolitischen Maßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit zum Diabetes mellitus, an denen das Aktionsforum intensiv mitwirkt und für deren Unterstützung ich danke.

Erste Ergebnisse nach Einführung strukturierter Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2 sind ermutigend. Sie zeigen, dass die Qualität der medizinischen Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes verbessert werden kann. Inzwischen gibt es für Typ 2 Diabetes flächendeckend und für Typ-1-Diabetes in einigen Regionen zugelassene strukturierte Behandlungsprogramme. In diese Programme sind über 1,7 Millionen Personen mit Typ-2-Diabetes und über 1.700 Personen mit Typ-1-Diabetes eingeschrieben.

Wichtig ist aber auch, die Früherkennungsmaßnahmen zu nutzen. Je früher Diabetes mellitus erkannt und behandelt wird, umso besser gelingt es, Folgeschäden abzumildern oder sie ganz zu verhindern. Vor allem aber muss es darum gehen, gerade Kinder und Jugendliche für eine gesündere Lebensweise zu motivieren. Hauptursachen des Typ 2 Diabetes mellitus sind falsche Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung. Mit unserem Präventionsgesetz wollen wir die Leistungen der Krankenversicherung aber auch der Renten-, Unfall- und Pflegeversicherung auf mehr Prävention und Gesundheitsförderung lenken."

Dem Nationalen Aktionsforum Diabetes mellitus gehören die wissenschaftlichen und beruflichen (Fach)Gesellschaften, Krankenversicherungen, ärztliche Standesorganisationen, Betroffenen- und Selbsthilfeverbände, Forschungsinstitute und Universitäten sowie Partner aus der Industrie und den Medien an.

Weitere Informationen im Internet:
www.nafdm.de.

zuletzt bearbeitet: 15.03.2006 nach oben

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