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Diabetes verhindern: DAK startet Risikotest in Sachsen

Bundesweit einmaliges Präventionsangebot schützt bislang Gesunde vor Zuckerkrankheit - Gesundheitsprogramm für neuen Lebensstil

Vorbeugen ist besser als heilen. Mit dieser Volksweisheit soll in Sachsen ein weiterer Anstieg der Volkskrankheit Diabetes verhindert werden. Weil die gefährliche Zuckerkrankheit in vielen Fällen zu spät erkannt und behandelt wird, startet die DAK ein bundesweit einmaliges Präventionsangebot. Zum Jahresbeginn wird in Leipzig, Chemnitz und Dresden allen Versicherten zwischen 40 und 70 Jahren ein Testfragebogen zugeschickt, mit dem jeder Teilnehmer in wenigen Minuten sein persönliches Diabetes-Risiko ermitteln kann.

Dabei sind zum Beispiel Alter, Gewicht und Ernährungsgewohnheiten wichtig. Versicherte mit erhöhtem Erkrankungsrisiko können sich über eine Telefon-Hotline beraten lassen. Außerdem wird für die Betroffenen ab Februar ein gezieltes Gesundheitsprogramm angeboten. Versicherte mit stark erhöhtem Risiko werden an ihren Hausarzt verwiesen.

"Aus gesunden Menschen mit hohem Diabetes-Risiko müssen keine Zuckerkranken werden", erklärt DAK-Landesgeschäftsführer Herbert Mrotzeck. "60 Prozent der Diabetesneuerkrankungen können verhindert werden, wenn sich die Betroffenen mehr bewegen, gesünder ernähren oder ihr Gewicht reduzieren." Das DAK-Programm "Gesund bleiben - Diabetes verhindern" wurde gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden, dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung und dem Forum gesundheitsziele.de entwickelt.

Informationen gibt es im Internet unter www.dak.de/diabetes (Link nicht mehr aktiv, Anm. d. Red.) und unter der Gesundheitshotline 01802-000124. Nach Schätzungen gibt es in Sachsen rund 300.000 Diabetiker. Wird die Zuckerkrankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, drohen schwere Folgen bis zur Beinamputation. Nach Auskunft des Statistischen Landesamtes starben im Jahr 2004 insgesamt 1.347 Patienten in Sachsen an Diabetes.

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zuletzt bearbeitet: 02.01.2006 nach oben

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