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Fisch macht glücklich und schützt das Herz

Einmal in der Woche Fisch - eine sinnvolle Tradition

Fisch enthält nicht nur die stimmungsfördernde Aminosäure Tryptophan, sondern auch reichlich herzgesunde Omega-3-Fettsäuren, weiß Diplom Oecotrophologin Claudia Reimers von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Wer seinem Gemüt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte daher mindestens einmal pro Woche Fisch essen. Durch den lebensnotwendigen Eiweißbaustein Tryptophan, der unter anderem im Fischeiweiß vorhanden ist, wirkt sich Fisch positiv auf die Stimmung aus. Das menschliche Gehirn bildet aus Tryptophan das Gute-Laune-Hormon Serotonin.

Bei gleichzeitigem Verzehr von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln, idealerweise Basmatireis oder Pellkartoffeln, nimmt das Gehirn das Tryptophan noch leichter auf. Das liegt daran, dass die Bauchspeicheldrüse durch die erhöhte Menge an Kohlenhydraten vermehrt Insulin ausschüttet. Das Insulin wiederum sorgt dafür, dass das Tryptophan schneller zum Gehirn gelangt.

Doch Fisch kann noch mehr als nur für gute Stimmung zu sorgen: in Fisch sind reichlich Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese ungesättigten Fettsäuren haben eine wichtige Funktion als Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen und bei der Entzündungshemmung. Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für einen Herzinfarkt und wirken Thrombosen entgegen, in dem sie eine Verklumpung der Blutplättchen verhindern. Weiterhin senken die Omega-3-Fettsäuren die Blutfettwerte und hohen Blutdruck. Besonders die fettreichen Seefische wie Makrele, Lachs oder Hering enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Die Tradition, einmal die Woche Fisch zu essen, hat damit durchaus ihre Berechtigung, stellt die Ernährungsexpertin Claudia Reimers fest. Ideal ist es, in der Woche zwei bis dreimal eine Fischmahlzeit zu sich zu nehmen. Tiefkühl-Fisch ist eine gute Alternative zu frischen Produkten, besonders dann, wenn sich keine Möglichkeit bietet, an frischen Fisch zu kommen. Wer keinen Fisch mag, kann mit Fischöl-Kapseln seinen Bedarf an herzgesunden Omega-3-Fettsäuren decken, empfiehlt Claudia Reimers abschließend.

zuletzt bearbeitet: 15.08.2005 nach oben

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