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Gesundheitsleistungen ohne Grenzen

eHealth in Europa

Europa ist mit 450 Millionen Verbrauchern der größte Marktplatz der Welt, in dem die Menschen leben, arbeiten und reisen. Unser Ziel ist es, den Menschen in Europa Gesundheitsleistungen ohne Grenzen und ohne unnötige Bürokratie zur Verfügung zu stellen. Wie groß der Bedarf ist, beweisen die mehr als 30 Millionen EU-Bürger, die bereits im Besitz einer Europäischen Krankenversicherungskarte sind.

Wie weit sind wir schon vorangeschritten auf dem Weg zur grenzenlosen Gesundheitsversorgung in Europa und was ist noch zu tun? Antworten auf diese Fragen werden Experten bei der Veranstaltung "eHealth in Europa - europaweite Dienste - grenzüberschreitende Anwendungen" am 15. Juli in Bad Bellingen, im Dreiländereck Hochrhein, geben.

Hierzu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk:

"Wir haben jetzt mit grenzüberschreitenden Telematikanwendungen die Chance, den Menschen die Vorteile Europas am praktischen Beispiel aufzuzeigen. Benötigt ein Bürger in einem anderen Mitgliedsstaat ärztliche Hilfe, muss er sie schnell und unbürokratisch bekommen. Nur über solche ganz konkreten Erfahrungen im Lebensalltag werden die Menschen den Wert Europas begreifen. Über diesen Weg rückt Europa ein Stück näher zusammen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die Europäische Kommission eine Elektronische Europäische Krankenversicherungskarte einführen möchte und überlegt, welche eHealth-Dienste für die Gesundheit der Menschen in Europa sinnvoll sind."

Hierbei muss das Rad nicht neu erfunden werden. Einige Länder, wie z. B. Deutschland, verfügen bereits über entsprechendes know-how. In Deutschland wird die elektronische Gesundheitskarte schrittweise die Krankenversichertenkarte ablösen und das Gesundheitssystem in Deutschland revolutionieren. Sie sorgt dafür, dass die Behandler jederzeit und überall, wo es erforderlich ist, über wichtige Gesundheitsdaten der Patienten verfügen können - wenn die Patienten dies wünschen. Das kann im Notfall lebensrettend sein. Die Patientinnen und Patienten sind Herr und Frau ihrer Daten. Sie bestimmen, wer auf die Daten zugreifen darf, und sie können ihre Daten auch selber lesen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Patientenrechte.

Mit der Gesundheitsreform haben wir den Grundstein für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland gelegt. Jetzt hat die Umsetzung durch die Betriebsorganisation der Selbstverwaltung, die gematik, begonnen. Gemeinsames Ziel von Politik und Selbstverwaltung ist es, im letzten Quartalb 2005 mit den Testvorhaben zu starten. Im Anschluss daran werden die Krankenkassen mit der Ausgabe der neuen Karten an die Versicherten beginnen.

Dazu die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk: "Ich freue mich, dass Deutschland mit dieser Veranstaltung gemeinsam mit Österreich und der Schweiz ein Signal setzen kann für eine Gesundheitsversorgung ohne Grenzen in Europa. Ich hoffe, dass Bad Bellingen im Gedächtnis bleibt als Ort für eine Initialzündung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwecks Gestaltung der Gesundheitstelematik."

zuletzt bearbeitet: 15.07.2005 nach oben

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