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Zwei UKE-Wissenschaftler ausgezeichnet

Eine Auszeichnung für Arbeit zu Fettstoffwechsel und Altersdiabetes verliehen

Zwei Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind für Ihre Forschungen ausgezeichnet worden.

Priv.-Doz. Dr. Christoph Heesen, Klinik für Neurologie, hat den Forschungspreis der Stiftung Lebensnerv 2004 erhalten. Der Preis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Psychosomatik der Multiplen Sklerose (MS) aus. Das Preisgeld von 2500 Euro teilt sich Dr. Heesen mit der zweiten Preisträgerin, Prof. Dr. Hedwig Rosa Griesehop, Universität Bremen.

Dr. Heesen hatte nachweisen können, dass bei MS-Erkrankten das Ausmaß der Grundaktivierung des Stresshormonsystems eine Prognose des Krankheitsverlaufs erlaubt. Auch konnte gezeigt werden, dass unter psychologischer Belastung das Immunsystem von MS-Patienten langsamer reagiert als das von anderen Menschen und bestimmte Medikamente vermindert ansprechen.

Diplom-Biochemiker Alexander Laatsch, Institut für Biochemie und Molekularbiologie II, hat einen mit 1000 Euro dotierten Young Investigator Award der Europäischen Atherosklerosegesellschaft erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Arbeit zu Fettstoffwechsel und Altersdiabetes verliehen.

Damit die nicht-wasserlöslichen Fette im Blut keine "Augen" bilden, werden sie in "Körbchen" (aus Apolipoproteinen) transportiert. Die Leber "angelt" sich mit einem bestimmten Protein (LRP1) diese fetthaltigen Körbchen aus dem Blut. Laatsch fand heraus, dass dieser Mechanismus insbesondere direkt nach der Nahrungsaufnahme greift, wenn also Insulin im Blut enthalten ist. Da bei Diabetikern das Insulin nicht mehr wirkt, wird vermutlich nicht genügend Fett aus dem Blut entfernt. Die Gefahr einer Arterienverkalkung wird dadurch erhöht.

zuletzt bearbeitet: 18.05.2005 nach oben

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