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Fette Fliegen

Max-Planck-Wissenschaftler identifizieren evolutionär konserviertes "Adipositas-Gen" in der Fruchtfliege Drosophila

Die kontrollierte Speicherung von Körperfett in Zeiten des Nahrungsüberschusses und dessen Mobilisierung in Hungerperioden ist eine Grundeigenschaft aller Lebewesen. Ist diese Regulation gestört, kommt es zu krankhaftem Übergewicht und Fettleibigkeit.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie haben systematisch nach "Adipositas-Genen" bei der Fruchtfliege gesucht: Über 200 ihrer Gene sind in Abhängigkeit vom Ernährungszustand reguliert, darunter das sogenannte brummer-Gen, das sie als ein bisher unbekanntes, Speicherfett-spaltendes Enzym identifizieren konnten. Fehlt dieses Gen, tritt bei der Fliege Adipositas ein, ist das Gen überaktiv, führt das zu mageren Fliegen.

Da dieses Gen ein menschliches Pendant besitzt, liegt nahe, dass es auch an Adipositas beim Menschen beteiligt ist. Die Fliege eignet sich also durchaus für die Modellierung therapeutischer Aspekte von Adipositas (Cell Metabolism, 11. Mai 2005).

zuletzt bearbeitet: 11.05.2005 nach oben

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