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"Insel-Workshop" führt Diabetes-Experten zusammen

Pankreasinseln spielen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Behandlung von Diabetes

Einige der Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) hängen inselförmig zusammen. Diese Pankreasinseln sind unter anderem für die Produktion von Insulin zuständig und spielen damit eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und auch bei der Behandlung von Diabetes. Vom 01. bis 03. April 2005 bringt der "Insel-Workshop" Forscher und Forscherinnen aus experimentellen und klinischen Fächern zusammen, deren Arbeit die Pankreasinsel betrifft. Die Themen reichen von der Physiologie und Pathophysiologie über die pharmakologische Regulation bis zur experimentellen Therapie.

Bild einer Langerhans'schen Insel Traditionellerweise ist der Insel-Workshop auch ein Forum für jüngere Forscher und ein Ort des informellen Austausches. Nachwuchswissenschaftler sollen für ein längerfristiges Engagement auf dem Gebiet der Diabetologie gewonnen werden. Plenarvorträge von international führenden Forschern u.a. aus den USA, England, Belgien und Israel zu aktuellen Ergebnissen bilden die Höhepunkte des Workshops.

Der Workshop, der regelmäßig im Abstand von drei Jahren stattfindet, wird in diesem Jahr Prof. Dr. med. Uwe Panten gewidmet, der in diesem Jahr emeritiert wird. Schirmherr ist die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Tagungsort ist Haus Hessenkopf bei Goslar (Am Hessenkopf 5, 38644 Goslar).

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Zur Person:

Prof. Dr. med. Uwe Panten, Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Technischen Universität Braunschweig, gilt als Diabetes-Experte mit hervorragendem internationalen Ruf. Der gebürtige Marburger (Jahrgang 1940) studierte Medizin in Marburg und Göttingen und wurde 1965 mit einer Arbeit zur Toxizität von Borsäure promoviert.

Nach einem Forschungsjahr am Institut für Physiologische Chemie der Universität München folgte die Assistentenzeit am Institut für Pharmakologie in Göttingen. Uwe Panten wirkte zunächst an einem Projekt zur blutzuckersenkenden Wirkung von Hemmstoffen der Lipolyse mit, in dem bewiesen wurde, dass die Senkung der freien Fettsäuren im Serum den Blutzucker senken kann. Dieses Konzept wurde viel später in den USA wieder aufgegriffen und ist heute hoch aktuell.

Uwe Panten wählte dann als Forschungsgebiet die Mechanismen der Insulinsekretion. Hier entstanden die Arbeiten, die ihn international bekannt machten. Es gelang ihm, eine Methode zu entwickeln, mit welcher der Glucose-Sensor der ß-Zelle erstmals in situ sichtbar gemacht worden ist; die Ergebnisse stützten deshalb die Theorie, dass die Sekretion des Insulins durch den Glucosestoffwechsel der Inselzelle reguliert wird.

1994 folgte Uwe Panten dem Ruf auf die C4-Stelle Pharmakologie an der TU Braunschweig. Dort hat er seine Untersuchungen zu den Wirkmechanismen insulinsekretionssteigernder Pharmaka fortgesetzt und konnte in neueren Arbeiten weitere wesentliche Erkenntnisse zutage fördern.

Bildunterschrift: Mikroskopisches Bild einer Langerhans'schen Insel. Die grüne Fluoreszenz wird durch einen Farbstoff hervorgerufen, mit dem die Calcium-Konzentration in den Zellen gemessen werden kann. Institut für Pharmakologie und Toxikologie, TU Braunschweig
Bildquelle: Institut für Pharmakologie und Toxikologie, TU Braunschweig

zuletzt bearbeitet: 31.03.2005 nach oben

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