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Wie Fett den Körper krank macht

111. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Wiesbaden - Extremes Übergewicht geht oft mit einer Reihe anderer Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes einher. Untersuchungen zeigen, dass die "Fettpolster" an der Entstehung dieses sogenannten "metabolischen Syndroms" beteiligt sind. "Als Ansatzpunkt diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen rückt Fettgewebe deshalb zunehmend in den Vordergrund", erläutert Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf im Vorfeld des 111. Internistenkongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

Fettgewebe fördert die Freisetzung des Hormons Aldosteron aus der Nebennierenrinde. Dieses wiederum begünstigt bei Adipositas-Patienten scheinbar die Entstehung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Auch die Lage des Fetts im Körper spielt eine Rolle: Je mehr Fett in Organen wie etwa Leber oder Skelettmuskeln vorhanden ist, desto größer wird das Ausmaß einer Insulinunempfindlichkeit und damit das Risiko, einen Diabetes zu entwickeln.

Die Menge des Fettes unter der Haut scheint dagegen von untergeordneter Bedeutung. Trotz neuer Erkenntnisse über die Bedeutung von hormonellen und zentralnervösen Prozessen bei der Entstehung von Adipositas und ihren Folgekrankheiten, muss die Behandlung vielschichtig bleiben: "Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und Verhaltensmodifikation gehören nach wie vor zur Strategie", so Müller-Wieland.

Weitere Informationen: www.dgim.de.

zuletzt bearbeitet: 22.03.2005 nach oben

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