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Bessere Zuckerwerte durch Telemedizin

Pressemitteilung: Neue Apotheken Illustrierte

Digitaler Stift speichert Blutzuckerwerte zum Versand über Mobiltelefone

Mit Hilfe moderner Technologie wird heute mancher Besuch beim Mediziner überflüssig. Dank mobiler Überwachungsgeräte können Ärzte den Gesundheitszustand ihrer Patienten immer häufiger aus der Ferne überwachen und die Diagnosen via Handy stellen. Diabetiker, Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder mit Atemwegserkrankungen nutzen schon die Vorzüge der telemedizinischen Datenübertragung, schreibt die "Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit" in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember.

Die Umstellung auf ein anderes Arzneimittel, ein anderes Insulin oder eine plötzlich auftretende Infektion: Es gibt viele Ereignisse, die den Blutzucker eines Diabetikers aus dem Lot bringen können. Mit Hilfe der Telemedizin kann er die Daten dieser kritischen Situation in digitaler Form zum Arzt senden, muss also nicht persönlich in der Praxis erscheinen.

Der Diabetiker selbst braucht sein Verhalten nicht umzustellen. Die einzige Veränderung besteht darin, dass insulinpflichtige Patienten, die ihre Blutzuckerwerte bislang in ein Tagebuch eintragen, dafür künftig einen digitalen Stift verwenden. Neben einer Miene steckt in ihm eine winzige Digitalkamera, mit der die geschriebenen Daten aufgenommen, digitalisiert und gespeichert werden. Hat der Patient seine Eintragung beendet, legt er den Stift neben ein Mobiltelefon, über das die Daten in ein Servicecenter übertragen werden. Besteht Anlass zur Besorgnis, leiten die Ärzte im Call-Center unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen ein.

Der digitale Stift ist keine neue Erfindung. Neu ist aber sein Einsatz in der Diabetesversorgung. Durch die so optimierte Therapie können Folgeerkrankungen verhindert und die Lebensqualität der zuckerkranken Menschen gesteigert werden. Bislang verfügt nicht jeder Arzt über die für Telemedizin notwendige Ausstattung. Interessierte sollten bei den Krankenkassen nach diesen Projekten und nach den Bedingungen zur Teilnahme nachfragen.

zuletzt bearbeitet: 10.12.2004 nach oben

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