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Verengte Herzkranzgefäße - was nun?

Medizinische Universitätsklinik Heidelberg informiert am 14. November zu Risiken, Vorbeugung und moderner Behandlung des Herzinfarkts

Beim Herzinfarkt zählt jede Minute: Je früher der Herzmuskel wieder mit Sauerstoff versorgt wird, desto größer sind die Chancen auf einen Behandlungserfolg.

Im Rahmen der Herzwoche 2004 lädt die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg Patienten und Interessierte am 14. November zu einem Informationsnachmittag über den Herzinfarkt, seine Vorbeugung, Risiken und Behandlung ein.

"Herzkranzgefäßverengung - was nun?" lautet der Titel der zweistündigen Veranstaltung im Hörsaal der neuen Medizinischen Klinik. Professor Dr. Hugo Katus, Ärztlicher Direktor der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmologie, und seine Mitarbeiter stellen den aktuellen Stand der Forschung und Krankenversorgung vor. Im Anschluss an die Veranstaltung wird eine Führung durch die neue Klinik angeboten.

Die koronare Herzkrankheit, der Verschluss der Herzkranzgefässe, gehört zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt; sie ist häufiger als alle Krebserkrankungen zusammen. Die Prognose des Herzinfarkts ist noch immer unbefriedigend. "Nach wie vor überleben nur etwa 25 Prozent der Patienten noch fünf Jahre nach dem Infarkt", erklärt Professor Katus. Durch moderne Behandlungsmethoden wie die Erweiterung der Herzkranzgefässe mit einem Ballonkatheter können sehr gute Ergebnisse erzielt werden, doch kommen zu viele Patienten zu spät in die Klinik. Bei etwa der Hälfte der Patienten sei der Herzinfarkt selbst der erste Hinweis auf Herzprobleme.

Ein Risikoprofil für jeden einzelnen lässt sich heute jedoch recht einfach erstellen. Gefährdet ist insbesondere, wer Herzinfarkt-Fälle in der näheren Familie hat, wer raucht, zu fett isst und an Diabetes sowie hohem Blutdruck leidet. Allein durch einen vernünftigen Lebensstil kann das Risiko um 30 bis 40 Prozent gesenkt werden.

zuletzt bearbeitet: 09.11.2004 nach oben

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