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Das BayRad bringt Deutschland auf Touren: Runter vom Sofa!

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Tipps für Vitalität, Ausgeglichenheit und Lebensqualität

Vater und Sohn beim Ballspielen. Schlecht gelaunt lässt sich Jürgen S., kaufmännischer Angestellter, auf das Sofa fallen. Schon wieder hat er es nicht geschafft, mit seinem Sohn Fußball zu spielen, obwohl er den festen Vorsatz hatte. Aber Hektik und Stress im Berufsalltag, anschließend noch eine anstrengende Heimfahrt im Feierabendverkehr haben dafür gesorgt, dass ihm die nötige Energie fehlt. Endlich daheim, geht nur noch eins: Füße hoch, Fernseher an.

So oder so ähnlich sieht der Alltag vieler "moderner" Menschen aus: Sie verbringen den Tag zu 80 Prozent mit Arbeit, in der verbleibenden Freizeit möchten sie sich entspannen. Und damit verbinden die meisten nicht Bewegung oder Sport, sondern passive "Tätigkeiten".

Dabei liegt es in der Natur des Menschen, sich zu bewegen. Schon unsere Vorfahren mussten ihren Körper kontinuierlich einsetzen, um zu überleben. Auf der Suche nach Nahrung waren sie als Jäger oder Sammler zwischen zehn und zwölf Stunden am Tag in Bewegung. Wer Fett gut speichern konnte, war im Vorteil, denn regelmäßige Mahlzeiten gab es nicht oft. Das hat sich zwar im Laufe der Zeit geändert, unser Körper jedoch reagiert noch wie damals: Er speichert die überschüssige Energie und bildet Fettdepots.

Dennoch machen es sich die meisten lieber bequem: im Büro, in der Freizeit und auf Reisen - meist sitzen wir. Die häufigsten Argumente gegen Bewegung oder Sport sind einerseits zu wenig Zeit, andererseits ein Überangebot an Unterhaltungsmöglichkeiten.

Risikofaktor Bewegungsmangel

"Ein Mangel an Bewegung schadet jedoch dem Herz-Kreislaufsystem, der Muskulatur und den Knochen, dem Stoffwechsel, aber auch der Psyche", so Professor Hans-Georg Predel von der Deutschen Sporthochschule Köln, "denn regelmäßige körperliche Aktivität ist für eine ausgeglichene Psyche enorm wichtig." Eine der verheerendsten und teuersten Folgen von Bewegungsmangel und Überernährung ist der Typ-2-Diabetes. Diese Stoffwechselkrankheit, auch als "Pest des 21. Jahrhunderts" bezeichnet, schädigt dramatisch die Gefäße, das Gewebe und die Nerven. Herzinfarkt und Schlaganfall, Fuß-Amputation, Nierenversagen und Erblinden sind die häufigsten Spätfolgen. In Deutschland leben derzeit rund acht Millionen Typ-2-Diabetiker, Tendenz steigend. Nach Schätzungen der WHO wird es 2030 weltweit etwa 366 Millionen geben. Es droht eine Kostenexplosion: Allein das deutsche Gesundheitswesen wird durch die Volkskrankheit und deren Folgen mit mehr als zehn Milliarden Euro pro Jahr belastet.

Bewegung heißt nicht Leistungssport

Dabei ist Vorbeugen für jeden möglich. Täglich bieten sich - ohne großen Aufwand - zahlreiche Möglichkeiten zur Bewegung: Einkäufe zu Fuß statt mit dem Auto erledigen, Treppen steigen statt Aufzug fahren und beim Fernsehen ein wenig Gymnastik machen statt faul auf der Coach zu liegen. Wer sportlich aktiv sein möchte, dem hilft das einfache Konzept "Trainieren mit Herz und Verstand": Wohldosiert und ohne Überlastung, aber kontinuierlich. Ziel ist nicht Olympiareife, sondern Steigerung von Ausdauer und Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Schon zwei bis drei Stunden Sport pro Woche reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wesentlich. Ideal für alle Altersgruppen sind Sportarten wie Radfahren, Walking, Joggen, Wandern oder Schwimmen.

Prävention verbessern: Das BayRad hilft

Die Botschaft ist klar: Bewegung ist die beste Arznei. So klärt eine bundesweite Initiative von Bayer HealthCare und Kooperationspartnern in diesem Jahr darüber auf, wie wichtig körperliche Aktivität zur Vorbeugung von Lifestylekrankheiten, insbesondere dem Typ-2-Diabetes ist. Bis Dezember wird daher das BayRad - ein Fitnessgerät, das zum Radeln für die Gesundheit auffordert - an rund 70 Orten in Deutschland stehen.

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Fitness-Tipps:

Jeder kann mit geringem Aufwand und viel Freude fit werden und sich wohl fühlen. Dr. Hans-Georg Predel, Professor für präventive und rehabilitative Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln gibt Tipps.

Moritz ist elf Jahre alt. Seine Eltern sind beide berufstätig und merken kaum, wie wenig sich ihr Sohn an seinem Lieblingsplatz, vor dem Computer, bewegt. Vereinssportarten wie Leichtathletik, Fußball oder Judo helfen vor allem Kindern, ein gutes Körper- und Gruppengefühl und damit Freude an der Bewegung zu entwickeln. Im Übrigen sind die Eltern gefordert, Bewegung und Sport auch in den Familienalltag zu bringen und das Computer-Pensum ihrer Sprösslinge im Auge zu halten. Passwörter für PCs und TV helfen dabei.

Jürgen S., 41 Jahre, arbeitet viel und verbringt die Zeit mit seiner Familie lieber mit untätigem Entspannen. Der kleine Wohlstandsbauch ist kaum noch zu übersehen.
Im Büro sollte jede Gelegenheit zur Bewegung genutzt werden. Im Stehen lässt es sich gut telefonieren und denken. Ideal: Alle 45 Minuten aufstehen, sich strecken und bewegen. Wer sich nicht selbst zu regelmäßiger Bewegung motivieren kann, dem hilft Sport in der Gruppe oder ein Fitness-Studio beziehungsweise ein Personal Trainer. Dieser entwickelt einfache Trainingseinheiten und Ernährungsprogramme und sorgt dafür, dass alles sinnvoll in den Alltag integriert wird. Außerdem sollte Jürgen seine Freizeit aktiv mit der Familie planen, zum Beispiel Ballspiele an der frischen Luft mit seinem Sohn.

Martina T., Hausfrau und Mutter, 34 Jahre, hat nur wenig Zeit. Außerdem möchte sie kein Geld für Verein oder Fitnessclub ausgeben.
Martina könnte ihre Freundinnen ansprechen, um ein bis zweimal pro Woche zusammen in der Gruppe zu walken. Wenn das nicht funktioniert, gibt es noch Lauf- oder Walktreffs.

Heinz W. ist 55 Jahre alt und seit kurzem im Vorruhestand. Er leidet an Typ-2-Diabetes und hat bereits einen leichten Herzinfarkt hinter sich.
Zunächst einmal ist für solche Patienten regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ein Muss. Sie dürfen es aber natürlich auch nicht übertreiben. Durch intensive und ausdauernde körperliche Aktivität können die Blutzuckerwerte zwar positiv beeinflusst werden, bei gleichzeitiger medikamentöser Therapie aber auch aus dem Lot geraten, also zu stark absinken. Zunächst also muss Heinz W. sich eine ärztliche Beurteilung einholen, wie stark er sich belasten darf. Regelmäßig muss er dann seinen Blutzucker im Auge behalten. Einfach zu bedienende Messgeräte, beispielsweise Ascensia von Bayer HealthCare, helfen dabei. Für Herzpatienten gibt es in Deutschland darüber hinaus etwa 5.000 Herzsportgruppen mit Bewegungsangeboten in unterschiedlichen Belastungsstufen. Adressen vermitteln der Hausarzt und die Krankenkassen.

Bildunterschrift: Draußen mit dem Ball herumtollen macht auch Erwachsenen Spaß und ist gesund.
Bildquelle: Bayer HealthCare AG

zuletzt bearbeitet: 26.07.2004 nach oben

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