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Verwaltungskosten der Kassen bremsen

Pressemitteilung: Bundesärztekammer (BÄK)

Appell an die GMK

"Die Steigerungsraten bei den Verwaltungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind gesetzeswidrig und schon längst ein Fall für die Aufsicht. Bund und Länder müssen jetzt endlich auf die Bremse treten und dafür sorgen, dass nicht noch mehr Geld für Patientenversorgung und Prävention verloren geht", appellierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe an die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK), die heute in Berlin tagt.

"Es ist einfach nicht mehr vermittelbar, warum im Zusammenhang mit dem geplanten Präventionsgesetz über den eher bescheidenen Anteil der Kassen an der Bundesstiftung 'Gesundheitsförderung und Prävention' gestritten wird, während gleichzeitig weitaus größere Summen für neue Verwaltungstätigkeiten vergeudet werden", kritisierte Hoppe.

Das hohe Niveau der Verwaltungskosten sei nicht zuletzt auch auf politische Entscheidungen zurückzuführen. So bestehe nach wie vor die Gefahr, dass die Ausweitung der Behandlungsprogramme für chronisch Kranke zu einem unkontrollierten Bürokratie-Ausbau der Kassen führe. Daran ändere auch die gesetzlich verfügte Budgetierung der Verwaltungsausgaben nichts, sagte Hoppe.

Nach den jüngsten Zahlen zur Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Verwaltungskosten der Krankenkassen allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Verwaltungsausgaben nicht stärker als die beitragspflichtigen Einnahmen steigen dürfen. Danach hätte der Zuwachs bei den Verwaltungskosten im 1. Quartal 2004 maximal 1,9 Prozent betragen dürfen und nicht - wie jetzt - 2,9 Prozent.

zuletzt bearbeitet: 18.06.2004 nach oben

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