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Insulinpumpen-Therapie im Fokus

Disetronic informiert auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft

Dank medizinisch-therapeutischer Vorteile und der Zunahme der Lebensqualität hat die Insulinpumpen-Therapie seit den achtziger Jahren an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen der 39. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft am 19. Mai 2004 in Hannover veranstaltet die zugehörende Disetronic GmbH zum Themenkomplex Insulinpumpen-Therapie ein Symposium. Wissenschaftler und Praktiker bieten dem interessierten Fachpublikum Informationen über die Anforderungen an die Insulinpumpen-Therapie in Theorie und Praxis.

Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Manfred Dreyer, Ärztlicher Direktor des Hamburger Krankenhauses Bethanien, vertiefen die Referenten praktische und theoretische Aspekte der Insulinpumpen-Therapie. Die Vorträge behandeln gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung und praktische Therapieerfahrungen.

Disease-Management-Programme

Die Betreuung von Typ-1-Diabetikern ist eine vielfältige und multidisziplinäre Herausforderung. Die Zusammenführung von Diabetikern und Leistungserbringern in Disease-Management-Programmen (DMP) ermöglicht eine medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Betreuung. Die Insulinpumpen-Therapie ist laut Dreyer nach der im Februar 2004 erlassenen Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums "als Variante der intensivierten Insulintherapie ein fester Bestandteil innerhalb der DMP."

Qualitätssicherung

Die Qualität und damit die Erfolgschancen einer Insulinpumpen-Therapie werden durch die Qualifikation der Diabetesteams und der Diabetiker maßgeblich beeinflusst. Bei der Diabetikerschulung sei es daher wichtig, "die weitgehend selbstverständlichen Inhalte einer Insulinpumpen-Therapie sicher, verständlich und zuverlässig zu vermitteln", erläutert Prof. Dr. med. Helmut R. Henrichs vom Diabetes Zentrum in Quakenbrück. Als Voraussetzung müssen differenzierte Schulungsmaßnahmen für Ärzte, Diabetesberater und -assistenten durchgeführt werden.

Die Rosenheimer Diabetologin Dr. med. Eva-Maria Fach, die als Mitglied des Advisory Boards von Disetronic die Entwicklung eines neuen Behandlungs- und Schulungsprogramms "Insulinpumpen-Therapie für Erwachsene" begleitet, weist darauf hin, "dass die Patienten nur durch qualifizierte Kliniken und diabetologische Schwerpunktpraxen befähigt werden, eigenverantwortlich mit ihrer Erkrankung umzugehen".

Therapieerfahrungen

Kinder sind keine "kleinen Erwachsenen". Durch die hormonellen Schwankungen im Kinder- und Jugendalter ist bei ihnen die Blutzuckerkontrolle schwieriger als beim Erwachsenen. Eine Insulinpumpen-Therapie sorgt laut Dr. med. Christof Klinkert vom Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen für eine Verbesserung der Diabetes-Therapie und einer Steigerung der Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen, wenn es gelingt, "unter der Berücksichtigung von alterstypischen Einflussfaktoren, Dosierungen und Profilen des basalen Insulinbedarfs eine stabile Diabeteseinstellung mit der Insulinpumpe zu erreichen."

Eine Verbesserung der Sicherheit in der Insulinpumpen-Therapie kann durch vorgefüllte Insulinampullen erreicht werden, da "das Risiko der Bildung von Luftblasen in der Ampulle und im Kathetersystem eindeutig geringer ist", berichtet PD Dr. med. Peter Diem von der Universität Bern. Bei den vorgefüllten Insulinampullen hat der Patient die Wahl zwischen Normal- und Analoginsulin. Da der Körper mit der Insulinpumpen-Therapie immer mit der Menge an Insulin versorgt wird, die er gerade braucht, wird kein Verzögerungsinsulin benötigt. "Eine bessere Diabeteseinstellung und eine problemlosere Mahlzeiteneinnahme sprechen aus der Sicht der Patienten für den Einsatz von Insulinanaloga", berichtet Dr. med. Rolf Renner von der Diabetologischen Gemeinschaftspraxis in München.

zuletzt bearbeitet: 28.05.2004 nach oben

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