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Gemeinsam forschen für Menschen mit Diabetes

Pressemitteilung: Lilly Deutschland GmbH

Lilly Forschungszentrum und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Das Lilly Forschungszentrum in Hamburg und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) arbeiten zukünftig Hand in Hand in der Diabetes-Forschung. Hauptaugenmerk der Kooperation liegt in der Forschung zur Therapieverbesserung des Diabetes mellitus, eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen in den Industrienationen. Weltweit sind bereits heute mehr als 150 Millionen Menschen erkrankt - Tendenz steigend.

Durch die Zusammenarbeit ergeben sich für beide Partner neue Forschungsmöglichkeiten und Synergieeffekte. Dabei stehen drei Ziele im Mittelpunkt der Kooperation: Die Erforschung von Biomarkern und molekularen Mechanismen der Insulinresistenz, die Entwicklung neuer Medikamente zur Förderung der Insulinsekretion sowie - gemeinsam mit dem Zentrum für Bioinformatik - die Programmierung einer neuen Computersoftware für die Entwicklung von Medikamenten auf Basis von Computermodellen.

Doch nicht nur bei konkreten Forschungsprojekten sollen Ressourcen des Lilly Forschungszentrums und des UKE künftig zum Vorteil beider Partner besser genutzt werden. So ist neben gegenseitigen Gastvorträgen auch der zeitweilige Austausch von Wissenschaftlern und Technologie geplant. Professor Dr. Rolf Stahl, Dekan des Fachbereichs Medizin am UKE: "Das UKE hat neben hoher klinischer Kompetenz auch eine besondere Expertise in der Erforschung von Stoffwechselerkrankungen. Es ist wichtig, die Kräfte unserer beiden Einrichtungen zu bündeln, und wir freuen uns auf unsere neue Partnerschaft mit Lilly in Hamburg."

Lilly ist ein stark forschungsorientiertes Unternehmen. Weltweit investierte das Unternehmen im Jahr 2003 2,4 Milliarden US-Dollar in die Forschung. In Hamburg forschen die rund 170 Mitarbeiter aus 16 Nationen intensiv nach innovativen Wirkstoffen zur Behandlung des Diabetes. Dr. Veikko Koivisto, Geschäftsführer des Hamburger Forschungszentrums: "Für uns ist das Besondere am deutschen Standort die sehr lange Tradition von pharmazeutischer Entwicklung. Hier gibt es ein sehr ausgeprägtes akademisches Interesse an medizinischen und pharmazeutischen Fragen und auch das entsprechend höhere Level in Forschung und Ausbildung. Wir freuen uns insbesondere über die engere Zusammenarbeit mit dem UKE zum Wohle der Diabetespatienten."

Der Senator für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Hamburg, Gunnar Uldall, und der Senator für Wissenschaft und Forschung, Jörg Dräger, Ph.D., begrüßen diese Kooperation am Forschungsstandort Hamburg. Auf einer Pressekonferenz im Rathaus unterstrich Gunnar Uldall die Bedeutung einer Politik, die Raum für wissenschaftliche Forschung und Innovation bietet. Er erklärte die Verbesserung der Rahmenbedingungen für nationale und internationale Unternehmen im Life Science-Bereich zu einem der politischen Ziele der Landesregierung. Jörg Dräger betonte die wichtige Stellung, die Unternehmen wie Eli Lilly and Company in der Forschungslandschaft der Hansestadt einnehmen.

Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH und Sprecher der Holding, ergänzte aus der Sicht eines forschenden pharmazeutischen Unternehmens: "Die Gesellschaft erwartet von uns neue und bessere Medikamente. Forschung ist unser Auftrag. Dies bedingt aber langfristige Entscheidungen. Lilly investiert jährlich etwa 65 Millionen Euro allein in Deutschland für Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln. Dafür benötigen wir verlässliche politische Rahmenbedingungen und erwarten, dass Innovationen in Deutschland auch weiterhin honoriert werden."

Andrew Dahlem, Ph.D., Executive Director European Research Operations bei Eli Lilly and Company, Indianapolis, kommentierte den Stellenwert Deutschlands im internationalen Vergleich: "In einem Land wie Deutschland, das vor dreißig Jahren noch als "Apotheke der Welt" bezeichnet wurde, werden die Rahmenbedingungen für Forschungsinvestitionen immer schwieriger. Wir freuen uns, dass Hamburg erkannt hat, wie wichtig diese Investitionen für die Entwicklung neuer Medikamente und zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze sind."

zuletzt bearbeitet: 26.02.2004 nach oben

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