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Diabetiker "schwerwiegend chronisch krank"!

Die meisten Diabetes-Patienten zahlen nur ein Prozent zu

Die meisten Diabetiker sind nach neuester Auffassung als "schwerwiegend chronisch krank" zu bezeichnen und müssen demnach nur ein Prozent ihres Bruttohaushaltseinkommens an Arznei- und Hilfsmittelzuzahlungen leisten (die anderen zahlen 2 Prozent zu). Darauf weist der Deutsche Diabetiker Bund (DDB, Kassel) hin. Der "Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen" verständigte sich Ende Januar auf die nun neu gefasste Definition von "schwerwiegend chronisch krank": Ein Großteil der rund 8 Millionen Diabetiker in Deutschland erfüllt die Definition.

Als schwerwiegend chronisch krank gilt nun, wer sich nachweislich in ärztlicher Dauerbehandlung (ein Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit) befindet und eines der folgenden Kriterien erfüllt:

Alle Diabetiker, die unter diese neu gefasste Definition fallen, bezahlen nur ein Prozent des Haushaltsbrutto zu. Zum Haushalseinkommen werden alle Einkommensbezieher gerechnet, die dem Haushalt zugeordnet werden: also Ehe- oder Lebenspartner, verdienende Kinder oder sonstige Angehörige.

Volker Krempel, Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes, sagt: "In den Augen unserer Interessenvertretung fällt unter die nun maßgebliche Definition der Großteil der Diabetiker. Damit reduziert sich für viele Betroffene die Zuzahlung für lebenswichtige Medikamente, und das begrüßen wir."

Hintergrund

In Deutschland leben rund 6 Millionen Menschen, die wissen, dass sie Diabetes haben; dazu kommen 2 Millionen, die hohe Blutzuckerwerte haben, aber davon nichts wissen. 4 bis 5 Millionen der Betroffenen nehmen Medikamente wie Insulin oder blutzuckersenkende Tabletten.

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zuletzt bearbeitet: 06.02.2004 nach oben

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