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Aktionsjahr: Das Jahr 2004 ist das Jahr der gesunden Ernährung

Gesunde Ernährung tut Not!

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik hat das Jahr 2004 zum Jahr der gesunden Ernährung ausgerufen und präsentiert jetzt mit der diaita-Pyramide ein neues wissenschaftlich begründetes Konzept, um der weit verbreiteten Fehlernährung entgegenzuwirken, berichtet heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft in Bad Aachen.

Nach Hochrechnung von Professor Dr. Rudolf Schmitz, Präsident der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, auf der Basis einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit verursachen ernährungs(mit)bedingte Krankheiten in diesem Jahr mindestens 77 Milliarden Euro Kosten. Ein Drittel der Kosten im Gesundheitswesen war schon Anfang der neunziger Jahre auf Fehlernährung zurückzuführen. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit sterben 64,4 Prozent der Bevölkerung direkt oder indirekt an ernährungs(mit)bedingten Krankheiten.

Wir müssen die Menschen zu einer genussvollen aber gesunden Lebens- und Ernährungsweise führen, betont Müller. Essen kann Gesundheit erhalten aber auch Krankheiten fördern, so Müller. Gesunde Ernährung bedeutet aber keinesfalls Verzicht, Zuckerfreiheit oder Fettarmut, so Müller. Studien belegen beispielsweise, dass moderater Zuckerkonsum nicht zu Übergewicht führt. Es ist ein Ernährungsmärchen, dass Zucker Diabetes mellitus verursacht. Daher führt auch der Begriff Zuckerkrankheit in die Irre. Vielmehr ist Diabetes mellitus eine Störung der Insulinproduktion und/oder Insulinwirkung, so Müller. Bei ausreichender Zahnhygiene und guter Fluoridversorgung führt der Konsum von Zucker nicht zu Karies.

Die Zeit des Fettsparens ist vorbei, denn aktuelle ernährungsmedizinische Erkenntnisse zeigen, dass der Fettqualität mehr Bedeutung beizumessen ist, als der Fettquantität. Trotzdem sollten gesundheitsbewusste Verbraucher bei tierischen Lebensmitteln fettärmeres Fleisch, Wurst, Milch und Käse bevorzugen, aber ausreichend hochwertige Fette aus Rapsöl, Nüssen und Samen aufnehmen. Die als Herzinfarktrisiko gescholtenen Hühnereier sind durch die Ernährungswissenschaft inzwischen als hochwertiges Lebensmittel rehabilitiert, das enthaltene Lecithin ist cholesterinspiegelsenkend. Bei den Speisefetten ist eine Kombination aus Rapsöl, Butter oder besser Halbfettbutter sowie Diätmargarine ideal, betont Müller.

Kochsalzkonsum ist im Bereich der Empfehlungen und moderate Kochsalzverwendung ist nicht verantwortlich für Bluthochdruck, Osteoporose oder Krebs, räumt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik mit einem weiteren Ernährungsmärchen auf. Wer fluoridiertes Jodsalz mit Folsäure verwendet, beugt der Karies, dem Kropf, Schäden des Ungeborenen sowie dem Herzinfarkt vor. All diese neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden bei der Erstellung der diaita-Pyramide berücksichtigt, die im Jahr der gesunden Ernährung im Mittelpunkt steht.

zuletzt bearbeitet: 04.02.2004 nach oben

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