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Hoppe: Verunsicherungen wegen der Praxisgebühr und schwindende Hoffnung auf Beitragssatzsenkungen

Pressemitteilung: Bundesärztekammer (BÄK)

Bürokratischer Mehraufwand reduziert die Zeit für Patienten

"Verunsicherungen wegen der Praxisgebühr und schwindende Hoffnung auf Beitragssatzsenkungen, so stellt sich die Gesundheitsreform zu Beginn des Jahres dar", resümiert Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die ersten Konsequenzen des sogenannten GKV-Modernisierungsgesetzes.

"Ärzte, Pflegepersonal und viele andere Berufe im Gesundheitswesen sehen sich zutiefst verunsicherten Patienten gegenüber. Gesetzestexte sind unklar formuliert und bedürfen der Nachbesserung. Vor allem aber bedeutet der bürokratische Mehraufwand einen Verlust an notwendiger Zeit für die Patientenbehandlung. Das alles hat wohl kaum etwas mit der versprochenen Qualitätsoffensive des Ministeriums zu tun", kritisierte der Ärztepräsident.

"Die Probleme waren vorauszusehen. Den Ärzten aber jetzt die Verantwortung für dieses Desaster zuschieben zu wollen, ist billig und soll wohl nur von der politischen Verantwortung ablenken", so Hoppe weiter.

Bereits im April vergangenen Jahres hatte Ärztepräsident Hoppe zu den Vorschlägen der Rürup-Kommission festgestellt: "Vor allem aber muss klar sein, dass diese Praxisgebühr nicht an einer Registrierkasse in einer Arztpraxis erhoben werden kann, sondern allenfalls über die Krankenversicherung Relevanz erhält. Die Politik muss diese Frage sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den Patienten und ihren Selbsthilfegruppen gestalten." Das sei, wie jetzt offensichtlich werde, mitnichten geschehen, sagte Hoppe.

zuletzt bearbeitet: 10.01.2004 nach oben

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