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Dicker Nikolausstiefel - Dicker Bauch?!

Besinnen auf Traditionen schützt die Gesundheit der Kinder - Apfel, Nuss und Mandelkern wörtlich nehmen!

Bei zu viel Süßigkeiten im Nikolausstiefel laufen Kinder Gefahr, einen ebenso dicken Bauch wie der Weihnachtsmann zu bekommen, warnt heute Diplom Oecotrophologin Daniela Rösler von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Gesellschaftssprecher Sven-David Müller empfiehlt den Eltern, sich beim Befüllen der Stiefel der alten Traditionen mit Apfel, Nuss und Mandelkern wieder zu erinnern.

Übermorgen ist Nikolaus und allerorten sind Kinder in gespannter Erwartung auf ihren gefüllten Stiefel. Während früher traditionell Apfel, Nuss und Mandelkern den Weg in den Stiefel fanden, bekommen die Kinder heute fast nur noch Schokolade und andere Süßigkeiten.

In einer Gesellschaft, in der viele Kinder ohnehin schon viel Zeit vor Fernseher und PC verbringen, begünstigt ein süßer Stiefel die stetig steigende Zahl übergewichtiger Kinder in Deutschland. Schon jetzt ist jedes sechste Kind in Deutschland zu dick. Folgeerscheinungen von Übergewicht wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 oder Gelenkbeschwerden treten immer häufiger auch in jungen Jahren auf.

Statt Süßigkeiten sollte der Nikolausstiefel besser Obst wie Äpfel, Apfelsinen und Mandarinen und Nüsse wie Walnüsse oder Haselnüsse beinhalten. Auch Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten, lustige Socken oder Bastelmaterial stoßen auf große Begeisterung bei den Kleinen. Natürlich dürfen auch typische Weihnachtsleckereien nicht fehlen, sollten aber nicht den Hauptbestandteil des gefüllten Stiefels darstellen. Beispielsweise könnte der Stiefel statt gekauften Plätzchen Ausstechförmchen und einen Gutschein für gemeinsames Plätzchenbacken enthalten. Ballaststoffreiche Plätzchen mit Vollkornmehl und Haferflocken stehen nicht im Widerspruch zu einer gesunden Ernährung.

Kinder, die bereits ein Problem mit Übergewicht haben, sollten ärztlich kontrollierte, interdisziplinäre Hilfe erhalten. Ein Beispiel hierfür ist das Optifast Junior-Programm. Auch ein Aufenthalt in Spezialkliniken wie dem Adipositas Rehazentrum INSULA ist empfehlenswert. Weitere Informationen unter: www.optifast.de und www.insula.de.

zuletzt bearbeitet: 04.12.2003 nach oben

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