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Homburger Universitätsklinik als Klinisches Diabeteszentrum anerkannt

Pressemitteilung: Universität des Saarlandes

Damit ist sie Deutschlands dritte Universitätsklinik mit diesem Prädikat

Der Medizinischen Klinik II der Universitätskliniken des Saarlandes wurde unter Leitung des Direktors Prof. Dr. Stefan Zeuzem von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft die Anerkennungsurkunde als "Klinisches Diabeteszentrum" verliehen. Damit ist die Klinik die dritte Universitätsklinik in Deutschland mit diesem Prädikat, das Ausdruck für höchste Behandlungsqualität für Patienten mit diabetesbedingten Folgeerkrankungen ist.

"Diabetiker haben ein hohes Risiko, außer ihrem Diabetes auch andere Erkrankungen zu erleiden," so Prof. Dr. Stefan Zeuzem, "außerdem werden manche Behandlungen und Operationen bei gleichzeitigem Diabetes erschwert." Mit dem klinischen Diabeteszentrum besteht ein interdisziplinäres Konzept für den Umgang mit diesen Problemen.

"Die Patienten sollen eine Anlaufstelle haben, die wiederum mit anderen Fachrichtungen vernetzt ist". Die Klinik ist seit vielen Jahren bereits als Behandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für Typ-1 und Typ-2-Diabetiker aktiv. Das "Klinische Diabeteszentrum" geht in seinen Aufgaben aber noch deutlich darüber hinaus. Spezialsprechstunden für schwangere Diabetikerinnen, Betreuung von Risikoschwangerschaften bei neu aufgetretenem Diabetes in der Schwangerschaft oder das diabetische Fußsyndrom sind einige der Herausforderungen, die nur interdisziplinär gelöst werden können. Die Koordinatoren des Zentrums sind die Oberärzte Dr. Bettina Stamm und Dr. Cornelius Moser.

Zum Klinischen Diabeteszentrum gehört eine Vielzahl von Kliniken und Einrichtungen auf dem Gelände. Die Kernbereiche sind die allgemein- und gefäßchirurgische Klinik, die Abteilung für Radiodiagnostik, die Klinik für Kardiologie und Angiologie, die Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die Augenklinik und die neurologische Klinik. Wichtig ist die Betreuung durch Psychologen und Sozialarbeiter, engagierte Diabetesberater und eine diabetologische Schwerpunktstation.

Die Zuweisung zum Zentrum erfolgt meist über die niedergelassenen Ärzte. Sie sind in der Regel auch der erste Anlaufpunkt. Ihnen obliegt auch die Entscheidung, wie der Patient anfänglich zu betreuen ist und ob er an das Klinische Diabeteszentrum ambulant oder stationär überwiesen wird. "Der Kontakt zu unseren Zuweisern ist uns sehr wichtig", so Prof. Dr. Stefan Zeuzem, "in Fortbildungen und Patientenveranstaltungen versuchen wir diese Schnittstelle zu pflegen und weiter auszubauen."

Informationen zur Deutschen Diabetes-Gesellschaft und zu den Richtlinien für die Anerkennung als Klinisches Diabeteszentrum sind unter www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de zu finden.

zuletzt bearbeitet: 03.11.2003 nach oben

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